Auf den Spuren von Buddha

Auf den Spuren von Buddha

Auf Einladung von Indiatourism Frankfurt, Ministry of Tourism, Government of India in Kooperation mit Air India und im Auftrag vom traveller hatte ich die Möglichkeit im vergangenen Herbst nicht nur Indien zu bereisen, an der „5th International Buddhist Conclave“ teilzunehmen - Delhi, Varanasi, Sarnath und Bodhgaya teilzunehmen – sondern auch meine persönliche „ReiseLiebe“ zu finden – Namaste.

Incredible India, das sagt ja schon viel aus – aber die Teilnahme bei dieser großartigen und sehr eindrucksvollen Tagung hat fast gänzlich mein europäisches Vorstellungsvermögen gesprengt und das mit Bomben und Granaten.  Mehr als 300 TeilnehmerInnen – Mönche, Nonnen, Reisebüro-agenten, Tourismusvertreter und Journalisten aus 39 verschiedenen Ländern weltweit haben sich im Oktober 2016 im Hotel „The Ashok“ eingefunden – ein „gathering“ der ganz besonderen Art, denn für mich als Europäerin ist Indien an und für sich schon ausgesprochen aufregend, spannend und faszinierend, aber wenn on top dann noch 38 weitere Nationalitäten – mehrheitlichst aus dem asisatischen Raum – zusammentreffen ist das schon ein ganz besonderer und eigentlich nicht beschreibbarer Spirit. Alleine die Farbenpracht der Mönchs-gewänder in der Lobby war umwerfend und für mich persönlich ein Highlight als auch ein wahrer “Augenschmaus“.

Am nächsten Tag starteten wir mit einer Besichtigungstour der Stadt Delhi und das gab mir einmal die Möglichkeit sich auf die Gruppengröße und die Menge der teilnehmenden Menschen – dieser Konvoi war mit einer großen Anzahl an Reisebussen unterwegs – als auch Vielfalt der Nationen der TeilnehmerInnen einzustimmen und vertraut zu machen – funktionierte wunderbar, denn von Anfang an fühlte ich mich als „a part of it und bei „Gott“ nicht wie ein europäischer Fremdkörper.

travelbruno Tipp: Shopping

Delhi eine pulsierende Metropole – 24/7 nonstop ist auch ein „Shoppingparadies“. Gewürze , diverse Teesorten und Öle jeglicher Art, Stoffe und Textilien in allen Facetten und Ausmaßen – diese bestechen durch die leuchtenden Farben und auch wunderbare Qualität, dass man gar nicht daran vorbei kommt diverse Tücher, Schals und vieles mehr  – und wenn es nur als Mitbringsl dient – einzukaufen. Aber auch Kosmetik- und Hygieneartikel – hier empfehle ich den brand Himalaya WELLNESS – www.himalayawellness.com.

Mit zwei eigens für diese Reise gecharterten Linienflugzeugen von Air India ging es dann am nächsten Tag Richtung Varanasi weiter. Sogar in Indien nicht alltäglich, dass sich eine Gruppe in dieser Größe oder besser gesagt ein „Movement“  auf Reise begibt – fast kam man sich vor, man reise mit dem Maharadscha persönlich oder zu mindestens mit dessen Gefolge J . Hier gibt es ein EXTRA CHAPEAU an Air India, ab dem Check-In am Flughafen Delhi war man hierzu exzellent vorbereitet und es funktionierte während der kompletten Reise alles so wie man es sich erwartete – „seamless travel at it‘s BEST“.

travelbruno Tipp Sightseeing Varanasi

Varanasi, liegt in Nordindien 780 Kilometer östlich der indischen Hauptstadt Delhi überwiegend am linken Ufer des Ganges, Indiens größtem und wichtigstem Fluss und ist für die Hinduisten die heiligste Stadt überhaupt. Ganga der indische Name für den Fluss Ganges, ist auch der Name einer Göttin des Hinduismus, welche häufig als ‚Mutter Ganga‘ bezeichnet wird. Entlang des Flusses ziehen sich kilometerlange, stufenartige Uferbefestigungen hin, die sogenannten Ghats. Das Bad im Ganges soll von Sünden reinigen, in Varanasi zu sterben und verbrannt zu werden, ist der hinduistischen Mythologie zufolge, der Ausbruch aus dem ständigen Kreislauf der Wiedergeburt. Bei abendlicher Dämmerstimmung die „Ganga Aartis“ (Gebetsrituale an Ghanges) am Dashashwamedh Ghat zu erleben und aufzunehmen bleibt unvergesslich. Die  öffentlichen Totenverbrennungen, die hier tagtäglich am Ufer des Ganges stattfinden, ein ausgesprochen umtriebiges Stadtbild plus dem dazugehörenden Verkehrschaos haben mich bereits hier sprachlos gemacht. Aber das ist Tradition, denn bereits seit mehr als 2.500 Jahren pilgern gläubige Buddhisten nach Varansi – somit auch ein Zentrum traditioneller hinduistischer Kultur und Wissenschaft und auch ein Grund dafür, daß dies bereits die sechstgrößte Stadt des Bezirks Uttar Pradeshs ist und die Bevölkerungsentwicklung  – wie in den meisten indischen Städten – stark ansteigend ist – auch das bleibt nicht unbemerkt.

Zehn Kilometer nördlich von Varanasis befindet sich Sarnath, der Ort, an dem Buddha seine erste Predigt gehalten haben soll. Im Volksmund wird sie auch Hirschpredigt genannt, weil sie im Hirschpark von Sarnath, angrenzend an die Dhamek Stupa statt gefunden hat. Unter der Herrschaft von Kaiser Ashoka (268 bis 232 v. Chr.) entwickelte sich Sarnath zu einem bis heute sehr beliebten buddhistischen Wahlfahrtsort mit unzähligen Stupas und Klöstern. Die spirituellen Sitzungen und Gebetsrunden der teilnehmenden Mönche & Nonne in den weitläufigen Gartenanlagen, teilweise begleitet von „unter die Haut gehenden Gesängen“ waren dann auch für mich extrem entschleunigend und calmierend trotz der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, die mir doch zeitweise zu schaffen machten.

Am Tag darauf zogen wir weiter nach Nalanda, wo einst eine riesige buddhistische Universität stand. In der riesigen, gepflegten Anlage befinden sich die Reste von elf Klöstern und sechs Tempeln, quasi der damalige Campus von Nalanda. Gerade der Buddhismus steht im Einklang mit Wissenschaft & Lehre. Bereits vom fünften bis zum zwölften Jahrhundert lehrten und lernten an diesem Ort mehr als 1000 Professoren und 10.000 Schüler die Weisheiten Buddhas. Somit war Nalanda das größte Lehrzentrum der damaligen Zeit. Seit 2016 steht die Ruinenstadt auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten.

travelbruno Tipp Sightseeing Bodhgaya

Und wie sagt man so schön – das BESTE kommt zum Schluß – Der Mahabodhi-Tempel in Bodhgaya. Dazu bedarf es aber jetzt ein wenig Vorgeschichte. Buddha kam 567 v. Chr. als Siddharta Gautama im Nachbarland Nepal zur Welt, in einem Ort namens Lumbini, gleich hinter der heutigen Grenze. Der Buddhismus aber, wurde erst 35 Jahre später im Norden Indiens geboren – unter einem Baum, so erzählt es die Legende. Sechs Jahre lang war Siddharta bis dahin als Asket durch die Gangesebene gepilgert – suchend nach Antworten, was den Menschen von seinem Leid erlösen könnte. Schließlich ließ er sich unter einer Pappelfeige nieder und erwachte. So wurde aus Siddharta Buddha, der „Erwachte“. Der Bodhi-Baum – die besagte Pappelfeige -, der heute in Bodghaya steht, soll der fünfte Nachfolger jener Pappelfeige sein, unter der einst Buddha einst saß.

Der eingezäunte, breit gewachsene Baum steht dort nicht etwa auf freier Fläche, wie ich es mir vorgestellt hatte, sondern auf dem Gelände des Mahabodhi-Tempels – einer 55 Meter hohen Gebetsstätte, die ursprünglich im zweiten Jahrhundert errichtet wurde, um an den Ort von Buddhas Erwachen zu erinnern. Der Tempel musste über die Jahrhunderte mehrfach neu gebaut und restauriert werden und zählt seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Mahabodhi Tempel ist nur einer der Sehenswürdigkeiten vor Ort, aber alleine wenn man die Stufen zu dem Tempel hinabsteigt ringt man fast nach Atem da so beeindruckend. Aber auch hier ist noch Luft nach oben, denn wenn man sich dann im Schatten des Mahabodhi Baums den zahlreichen Meditationen im Einklang mit all seinen Sinnen hingibt, versteht man auch als Europäerin sehr gut, daß jeder von uns irgendwann einmal zur inneren Ruhe und Einkehr finden sollte und hoffentlich auch wird.

travelbruno Tipp Anreise – Air India – Pride of India

Air India (www.airindia.at) bedient die Strecke Wien – Delhi v.v. non stop 3x pro Woche (AI154 & AI153) mit ausgesprochen angenehmen Flugzeiten als auch Flugtagen (Mi/Fr/So) an. Zum Einsatz kommt eines der modernsten Verkehrsflugzeuge der Welt, die Boeing 787 „Dreamliner“. Sowohl der Service als auch das Produkt an und für sich lassen in der Economy Class als auch in der Business Class kaum einen Wunsch offen. Von dem Hub Delhi geht es dann weiter zu mehr als 50 Destinationen in Indien – die Anbindung alleine zu den indischen Destinationen kann sich sehen lassen – mehr als 390 innerindische Flugverbindungen pro Woche.

travelbruno Conclusio

Indien ist nicht nur ein faszinierendes Reiseland mit wunderbaren Menschen und Möglichkeiten und das in allen Facetten – Indien ist eine Leidenschaft – wie sagt man so schön: LIEBE auf den ersten Blick, nein auf den allerersten Blick – von der ich zur Zeit nicht mehr loskomme und das ist gut so. Sehen, Fühlen, Riechen, Spüren, Erleben und in vollen Zügen Genießen – das macht für mich Indien „unforgettable“ – Incredible India Indeed – Namaste.

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