Ein Eisberg für ein Bier!

Ein Eisberg für ein Bier!

„Wir haben’s geschafft“, sagt Kapitän Todd, als am 29. August, nach vier Seetagen, Neufundland vor uns liegt. Und ich und alle meine Mitreisenden glauben, was uns der „Chauffeur“ der Mein Schiff 6 zu morgendlicher Stunde übers Bordmikrofon mitteilt. Denn zu sehen ist nichts, außer Nebel, Nebel und noch mehr Nebel! Hoffentlich findet er den „Eingang“, denke wohl nicht nur ich beim Blick in die dicke Nebelsuppe, und dann …

Logbuch Eintrag – 9

… fast, als ob ein Regisseur – also Captain Todd – an der Vorhangschnur zieht, lichtet sich von jetzt auf gleich der Nebel und die Einfahrt in den Naturhafen – übrigens ganzjährig eisfrei – liegt vor uns. Die Durchfahrt ist nicht wirklich breit und, wie Captain Todd erklärt: „sehr viel größer dürfte die Mein Schiff nicht sein“. Am 14er Deck stehen die Passagiere – ich glaube, kein einziger ist jetzt in seiner Kabine, am Frühstücksbuffet oder im Fitness-Center, und die, die sich diese beeindruckenden Bilder und damit die Ankunft am anderen Ende des großen Teichs entgehen lassen, sind selber schuld – Kopf an Kopf mit ihren iPhones, iPads und Fotoapparaten an der Reling und tauchen in eine andere, neue Welt ein. Was sie vor mehr als 400 Jahren auch war, denn genau hier, an der Südküste Neufundlands auf der Halbinsel Avalon liegt mit St. John’s die älteste von Europäern gegründete Stadt und damit auch der älteste Hafen Nordamerikas.

A very warm welcome

Wir betreten also wahrlich geschichtsträchtigen Boden, in der östlichsten Stadt dieses Subkontinents. Das macht schon ein wenig ehrfürchtig, zumal TUI Cruises für ihre erste Amerika-Überfahrt mit der nagelneuen Mein Schiff 6 gerade diesen Hafen als erstes Andockziel in Nordamerika gewählt hat. Entdeckt hat diesen wundervollen Flecken Erde anno 1497 John Cabot, ihm zu Ehren wurde 1897 Cabot Tower am 152 Meter hohen Signal Hill errichtet, von wo dann Späher auf die See blickten, um per Flaggensignale herannahende bzw. einlaufende Schiffe anzumelden. Heute übernimmt diese Aufgabe der Hafenmeister und der Lotse, die die Mein Schiff 6 – nachdem man sich im dicken Nebel endlich auch „gefunden“ hat – sicher ans Pier mitten im Zentrum leiten. Es ist ein Empfang mit allen Ehren, man freut sich riesig über das TUI-Schiff aus dem fernen Europa, denn viel „Kreuzfahrtenverkehr“ ist hier, in diesem noch sehr traditionellen Städtchen nicht los. „Fantastisch, dass endlich auch ein junges Schiff mit vielen jungen Menschen hier anlegt“, freut sich dann auch ein Shopverkäufer eines Concept-Store, in dem coole Klamotten, ausschließlich von jungen kanadischen Designern, zu durchaus akzeptablen Preisen verkauft werden. Dass da die Mein Schiff 6 – in dieser Saison erst das dritte Hochseeschiff, das hier anlegt – very welcome ist, verwundert nicht. Zumal, so der junge Mann, die anderen Schiffe nicht nur „außen, sondern auch innen einer viel älteren Generation angehörten“.

Von netten „Nufis“ & keinen Walen

Wir spazieren also durch den von kolonialen Zeiten geprägten historischen Ortskern und sind von den bunten Fachwerkhäusern, die schon von Weitem in Rot, Blau, Grün oder Gelb wie Farbkleckse in der Landschaft leuchten und ein wenig an Pippi Langstrumpf erinnern, begeistert. Für einen Besuch ins nahe Fischerdorf Quidi Vidi, mit seinen für die Region typischen Outport-Häusern, reicht die Zeit leider nicht mehr, wir müssen zurück aufs Schiff. Ein Bier muss aber noch sein, ein Eisberg-Bier! Das ist nämlich etwas ganz besonderes, weil es doch tatsächlich aus dem Eis der vor der Küste treibenden Eisberge hergestellt wird und damit ziemlich alt sein kann. Weil dieses Eis bis zu 20.000 Jahre am Buckel haben kann. Eisberge selbst haben wir keine gesehen, ob die wohl alle schon zu Bier „gebraut“ wurden? Blödsinn, Eisberge verirren sich erst wieder im Frühling und Frühsommer hierher, und wir vielleicht auch. Denn die paar Stunden hier in St. John’s, mit und bei den very relaxed „Nufis“ – so die liebevolle Bezeichnung der Bewohner Neufundlands – waren viel zu kurz. Und Wale haben wir auch keine gesehen …

Empfangen im Nebel, verabschieden die „Nufis“ die Mein Schiff 6 dann mit allen Ehren und mit einer hier üblichen und ziemlich einzigartigen Zeremonie: Schiffe, die erstmals in St. John’s anlegen, werden mit einer „Hafensymphonie“ und lauten Salutschüssen verabschiedet. Und so geben zahlreiche Schiffe der Mein Schiff 6 lautstark Geleit und tuten was das Zeug hält aus ihren Schiffshörnern. Mit mehrmaligem tiefem Tuten und begleitet von vielen Menschen, die uns bis zur Ausfahrt fröhlich winkende begleiten, verabschiedet sich die Mein Schiff 6 von St. John’s, um Kurs Richtung Prince Edward Island aufzunehmen.

Wichtige Informationen

Alles über St. John’s findest Du hier.

Tipps & Empfehlungen:
Restaurants:
Blue on the water – Hotel-Restaurant-Bar
The Merchant Tavern
Mallard Cottage

Shops:
The Bees Knees – an earth friendly store, Eco Lable, recycled handmade organic Ethical
Civic Duty – kanadische stylische Mode im Urban Look.

Auf Instagram posten wir täglich Eindrücke dieser Reise, welche mit der DxO ONE, einer perfekten TRAVELBRUNO Kamera, aufgenommen werden. Aber auch auf Facebook bist Du live dabei, wenn TUI Cruises erstmals in die USA geht.

Infos zu TUI Cruises und dem Premium Alles Inklusive Konzept, sowie aktuelle Positionen der Mein Schiff Flotte, findest Du unter www.tuicruises.com.

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