Tierisch wild, spektakulär schön und ziemlich hip

Tierisch wild, spektakulär schön und ziemlich hip

Hippe Hotspots in Kapstadt und Johannesburg, magische Momente in der Wildnis, großartiger Genuss zwischen den Weinreben. Die berühmten „Big 5“ an nur einem Tag? Innerhalb weniger Stunden? Wir ernten ungläubige Blicke, wenn wir von unserer Safari beim Krüger Nationalpark erzählen. Zuerst jede Menge Büffel am Straßenrand, danach zwei vollgefressene Löwen. Anschließend einen entspannten Leoparden, kurz darauf eine Herde Elefanten, und zum Abschluss vier Nashörner. Wir können unser Glück ja selbst kaum fassen, die „Großen Fünf“ an einem Vormittag gesehen zu haben. Aber in Südafrika ist offenbar alles möglich.

Spulen wir an dieser Stelle jedoch für 48 Stunden zurück. Als mir Zeny mit einem Lächeln das zweite Glas Piper Heidsieck Rosé Champagner serviert – in über 10.000 Metern Höhe, an Bord des Dreamliners von Qatar Airways, der uns zunächst von Wien nach Doha bringt. Die rund 5 Stunden in der – laut Skytrax – derzeit weltbesten Business Class verfliegen. Nach dem Aperitif stelle ich mir aus der umfangreichen Karte mein persönliches 4-Gang-Dinner zusammen. Das ich spontan um einen fünften Gang erweitere, weil die Desserts einfach zu verlockend sind.

Zwei aktuelle Hollywood-Streifen aus dem riesigen Oryx-Entertainmentsystem und ein kurzes Nickerchen später sind wir schon im Sinkflug auf Doha. Dass ich mich topfit fühle, als wir am hypermodernen Hamad International Airport landen, liegt aber nicht nur an der Business Class. Denn auch in der Economy profitiert man von den vielen technischen Innovationen des Dreamliners. Die Konstruktion von Decke und Seitenwänden macht die Kabine geräumiger, das LED Beleuchtungssystem erleichtert das Gewöhnen an neue Zeitzonen, und das revolutionäre Luftsystem sorgt für geringeren Kabinendruck und optimale Luftfeuchtigkeit. Den kurzen Zwischenstopp verbringt unsere Gruppe also recht vergnügt, dann geht´s weiter nach Johannesburg – neben Kapstadt und Durban die dritte Destination von Qatar Airways in Südafrika.

Das South African Tourist Board hat die Highlights des Landes in unsere einwöchige Tour gepackt. Und so fliegen wir von Jo‘burg weiter nach Hoidspruit, ums Eck vom Krüger Nationalpark, wo uns mit der AM Lodge eine Luxusunterkunft der Extraklasse erwartet. Hier übernachtet man nicht bloß, man residiert – jeder Gast in seiner eigenen Villa. Viel zu wenig Zeit bleibt uns um den Infinity-Pool, das Spa und die südafrikanische Küche zu genießen. Denn es gilt, die faszinierende Tierwelt zu entdecken! Schon bei der abendlichen Safari begegnen wir Giraffen, Büffeln und einem Löwen. Zeitig am nächsten Morgen brechen wir dann mit unsere Jeeps ins nahegelegene Manyeleti Game Reserve auf, ein 23.000 Hektar großes Wildschutzgebiet, das am südwestlichen Rand ohne Zaun an den Krüger Nationalpark angrenzt. Und dort machen wir innerhalb weniger Stunden die eingangs geschilderte, magische Begegnung mit den Big 5. Vor allem der Anblick des eleganten Leoparden, den unser Guide auf einem Hügel entdeckt hat, lässt die ganze Gruppe vor Ehrfurcht lautlos erstarren.

Auch wenn wir noch gerne weiter majestätische Tiere beobachten würden – Kapstadt ruft! Die 3,7 Mio. Einwohner Metropole entwickelt sich derzeit in vielen Bereichen rasend schnell weiter. So findet beispielsweise das Jazzfestival, das während unserer Reise über die Bühne geht, mehr und mehr internationale Beachtung. Und dass auch die Film- und Werbeindustrie aus aller Welt voll auf Kapstadt als Drehort steht, wundert uns kein bisschen. Die „Mothertown“ – wie sie auch genannt wird – ist wahrlich eine Schönheit. Auf der einen Seite schmiegt sie sich elegant ans Meer, auf der anderen Seite ziehen sich die Häuser die Berghänge hinauf. Und immer im Blick das Wahrzeichen der Stadt, der imposante Tafelberg mit seinen 1.085 Metern! Oft ist er morgens von Wolken bedeckt, die dann wie ein riesiges Tischtuch malerisch über den Berg fallen. Doch wir haben Glück, bei unserem Besuch gibt es genug blauen Himmel, und so erleben wir einen unvergleichlichen Sonnenuntergang am Tafelberg. Das Herz der Stadt ist der Hafen mit seiner wunderschönen Waterfront. Hier flaniert man durch Künstlerateliers, kauft südafrikanische Handwerkskunst und entdeckt in einem der hippen Restaurants die kulinarischen Highlights des Landes. Zum Pflichtprogramm in Kapstadt zählen die Ausflüge zum Kap der Guten Hoffnung, wo der Atlantik und der Indische Ozean aufeinandertreffen, sowie zur ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island. Hier war der spätere Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela jahrelang inhaftiert.

Wer nach Kapstadt kommt, der darf auch einen Abstecher in die Weinregion auf keinen Fall auslassen. In einer Stunde erreicht man eines der wichtigsten Weinbaugebiete Südafrikas, in dem die entzückende Stadt Stellenbosch liegt. Die prachtvoll renovierten Gebäude im Zentrum strahlen Gründerzeit-Atmosphäre aus, die mit jungem Charme verschmilzt. Denn dank der Universität prägen viele Studenten – und die dazu passenden, hippen Lokale – das Stadtbild. An der Stellenbosch Wine Route sucht man sich eines der über 100 Weingüter aus, die für Weinproben geöffnet sind. Bei uns steht „Bertus Basson“ auf dem Programm, wo mit Blick in die sanfte Landschaft die besten Weine verkostet werden und an der großen Tafel im Schatten der Bäume köstlich gegessen wird.

Unsere Reise endet schließlich in Johannesburg. Wo Ende des 19ten Jahrhunderts der größte Goldrausch aller Zeiten begonnen hat, dreht sich auch heute noch alles ums Geld und Geschäft. Jo’burg ist das Handels- und Finanzzentrum, und mit rund 6 Mio. Einwohnern die größte Stadt Südafrikas. In der Innenstadt entwickeln sich immer mehr hippe Hotspots – allen voran das Maboneng-Viertel. Alte Industriegebäude wurden revitalisiert und zur schicken Heimat von Künstler-Showrooms, trendigen Restaurants und angesagten Rooftop-Bars. Dazu gibt’s regelmäßig Jazz-Sessions, Tango-Lessions und einen Street-Market. Dass Südafrika einen langen und schmerzvollen Weg zu gehen hatte, um eine so bunte und weltoffene Nation zu werden, wird uns beim abschließenden Besuch des Apartheid-Museums und der Nelson-Mandela-Stiftung bewusst. Und so treten wir schließlich, tief beeindruckt von Vergangenheit und Gegenwart dieses Landes, unsere Heimreise an.

Wichtige Informationen

Qatar Airways:
Nach dem Boeing Dreamliner bringt Qatar Airways nun erneut das weltweit modernste Flugzeug nach Wien. Ab 16. September ist zusätzlich der A350 XWB auf der Strecke Wien-Doha im Einsatz. Und schon ab 1. Juni wird die Frequenz um vier zusätzliche Flüge pro Woche erhöht. Vom Drehkreuz Doha bietet Qatar Airways ein weltweites Netzwerk zu über 150 Destinationen. www.qatarairways.com

Hoteltipps:
Bei Hoedspruit, ums Eck vom Krüger Nationalpark, bietet die AM Lodge Luxus pur www.amlodge.co.za
Die erste Adresse an der Waterfront in Kapstadt ist das Cape Grace Hotel www.capegrace.com
DAS Luxushotel mitten im lebendigen Herzen von Kapstadt ist das Belmond Mount Nelson Hotel www.belmond.com
Eine Oase der Ruhe in Johannesburg, und eine Restaurant-Terrasse mit Blick über die Stadt, bietet das Four Seasons Hotel The Westcliff www.fourseasons.com

Sicherheit:
Die Großstädte Johannesburg und Kapstadt wurden in den letzten Jahren immer sicherer. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen für Länder mit großen Wohlstandsunterschieden sollte man als Reisender natürlich trotzdem weiterhin beachten.
Alle Infos zu Klima, Einreise und den vielen weiteren Highlights des Landes findet man auf der offiziellen Website unter www.dein-suedafrika.de

GASTBRUNO: ReiseIngo

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