Versteckte Naturwunder in Vietnam

Versteckte Naturwunder in Vietnam

Hoch oben in den Bergen und tief drinnen im Dschungel - hier findet man sie: unberührte Natur und authentische Menschen. Die letzten Geheimtipps in einer boomenden Urlaubs-Destination. Wir waren mit Unterstützung von Qatar Airways und Footprint Vietnam auf Abenteuerreise.

Waffen, Munition, Essensvorräte. Das alles und ganz bestimmt noch viel mehr haben die Amerikaner also vor gut 50 Jahren, mitten im Vietnamkrieg, hier versteckt. In genau dieser Höhle, an genau dieser Stelle, wo wir gerade stehen. Fasziniert, und zugleich ein wenig ehrfürchtig, lassen wir die gigantische „Elephant Cave“ auf uns wirken. Auf unserer Zweitages-Trekking-Tour durch den Phong Nha-Ke Bang Nationalpark in Zentral-Vietnam ist sie der erste Stopp mitten im Dschungel, weitab der Zivilisation.

Geschütztes Paradies

Die Gegend ist vor rund 400 Millionen Jahren entstanden und damit das älteste Karstgebirge in ganz Asien. Während des Vietnamkrieges von 1955 bis 1975 haben sich Soldaten mit ihrer Ausrüstung hier versteckt, heute ist das Gebiet ein geschützter Nationalpark und sogar UNESCO-Welterbestätte. Erst seit wenigen Jahren werden kleine Teile des Parks, ausgewählte Täler und Höhlen, für Touristen freigegeben. Das gesamte Areal ist doppelt so groß wie Wien, fast komplett von unberührtem, tropischem Dschungel bedeckt und von hunderten, riesigen Höhlensystemen und unterirdischen Flüssen durchzogen. Erkundungstouren sind nur mit lizenzierten Veranstaltern wie z.B. „Jungle Boss Trekking“ erlaubt und werden auch stets von den offiziellen Park-Rangern begleitet.

Kristallklares Wasser

Auf schmalen Pfaden geht es durch den dichten Tropenwald, immer wieder führt der Weg direkt ins Flussbett und wir waten durchs knöcheltiefe Wasser, zwischendurch ist Klettern über riesige Felsbrocken angesagt. Belohnt wird die ganze Anstrengung schließlich, als pünktlich zur Mittagszeit vor uns der malerische Ma Da Lake inmitten des Dschungels auftaucht. Nach der Abkühlung im kristallklaren Wasser wartet auch schon der regionstypische Lunch auf uns, den das Team direkt an Ort und Stelle zubereitet hat.

Zwar sind auch die riesigen „trockenen“ Höhlen faszinierend, die man während der Tour erkundet – wie die eingangs erwähnte Elephant Cave. Den wahren Abenteuer-Kick erlebt man aber beim Höhlenschwimmen. Ausgestattet mit Schwimmweste, Schutzhelm und Stirnlampe müssen wir uns erstmal über gewaltiges Geröll zum Eingang der gigantischen Tra Ang Cave vorkämpfen. Dann geht’s ins Wasser und 600 Meter weit hinein in die Höhle, bis alles rund um uns herum stockdunkel und mucksmäuschenstill ist. 30 Meter über uns die Decke, 20 Meter unter uns der Boden – ein ganz schön mächtiges Gefühl, und womöglich ein echter Once-in-a-Lifetime Moment.

Grenzgänger

Die zweite Station dieser Abenteuerreise durch Vietnam führt uns in den bergigen Norden des Landes. Dort oben gilt die Landschaft rund um Sa Pa als eines der Highlights, entsprechend viele Touristen stürmen die Gegend, und entsprechend viele Hotels werden aus dem Boden gestampft. Daher ist für uns klar: wir müssen noch weiter nördlich, hinauf bis zur chinesische Grenze, in die abgeschiedene Ha Giang Provinz. Denn diese Region ist sogar noch spektakulärer und vom Tourismus derzeit noch kaum berührt, die Dörfer und Städte sind nach wie vor authentisch. Eine Tour durch die dramatische Berglandschaft gilt als eines der aufregendsten und schönsten Abenteuer in Vietnam, wegen der verhältnismäßig schlechten Straßen-Anbindung und der dadurch recht langen Anreise verirren sich aber nur wenige Touristen hierher.

Spektakuläre Bergstraßen

Je tiefer wir in die Berge mit ihren Kalksteinspitzen, Granitblöcken und den steilen Reisterrassen vordringen, umso sprachloser macht uns die Dramatik dieser Landschaft. Über unzählige Serpentinen geht es immer weiter hinauf, vorbei an abgeschiedenen Bergdörfern, stets umgeben von sattgrüner und üppiger Vegetation. Wir fühlen uns, als wären wir mitten in einer Universum-Doku, so unwirklich schön ist es hier.

Noch mehr als die Landschaft fasziniert uns aber die bunte Vielfalt an unterschiedlichen Bergvölkern. Von den mehr als 50 ethnischen Minderheiten im Land – mit etwa 14 Millionen Menschen – leben die meisten im Grenzgebiet zu China. Jede Minderheit hat ihre eigene Sprache, eigene Bräuche und – ihre eigene, handgewebte Tracht. Die bunten Gewänder der Frauen sind auf den grünen Reisterrassen nicht zu übersehen, wenn man in dieser Gegend unterwegs ist. Auch wenn hier zwar noch die Ochsen den Pflug ziehen, hält trotzdem vereinzelt schon das moderne Leben Einzug, wie wir bei den Übernachtungen in den authentischen Homestays bemerken. Nach dem gemeinsamen, traditionellen Abendessen mit den Gastgebern loggen wir uns ins superschnelle WLAN ein, um die besten Fotos des Tages auf Instagram hochzuladen.

Beach-Life

Nach so viel Abenteuer und so vielen Eindrücken gönnt man sich zum Abschluss einer solchen Vietnam-Reise am besten noch ein paar Tage Erholung am Meer. Bei einer Küstenlänge von 3.444 Kilometern gibt es unzählige wunderbare Strände, wir entscheiden uns für das Meliá Da Nang am berühmten Non Nuoc Beach. Hier genießt man einfach mal das Nichtstun, bevor es schließlich wieder zum Startpunkt der Reise nach Hanoi zurückgeht. Die Hauptstadt mit ihren rund 6,5 Millionen Einwohnern kann zwar ganz schön anstrengend sein. Wer sich aber in einem der eleganten Hotels in Altstadtnähe einquartiert, wird einen Kurzaufenthalt in dieser Mega-City als intensives, typisch asiatisches Erlebnis in positiver Erinnerung behalten.

Krönender Abschluss

Unsere Wehmut bei der Abreise aus Vietnam ist zwar groß, der Heimflug in der Business Class von Qatar Airways macht uns den Abschied aber dann doch deutlich leichter. Dabei hilft einerseits die umfangreiche Wein-, Champagner- und Cocktailkarte, andererseits die Oryx-Bordunterhaltung mit ihren 3.000 Entertainment-Möglichkeiten. Nachdem wir uns schließlich durch die zehn fantastischen á la Carte Menüoptionen durchgekostet haben, wird der Business Class Sitz in die Schlafposition bewegt und mit wunderbaren Vietnam-Bildern im Kopf verabschieden wir uns ins Land der Träume. Nach der Zwischenlandung in Doha geht’s bis Wien in der Economy Class weiter, und auch hier sind Service und Catering top. Dazu kommt auf dieser Strecke ja noch der Komfort des Dreamliners. Für uns kein Wunder, dass Qatar Airways im aktuellen Skytrax-Ranking zur besten Airline 2017 gewählt wurde, und auch bei der Business Class auf Platz 1 landet.

Wichtige Informationen:

Anreise:
Die optimale Verbindung von Österreich nach Vietnam bietet Qatar Airways. Derzeit elfmal pro Woche geht es von Wien nach Doha, und von dort entweder nach Ho Chi Minh City im Süden Vietnams oder nach Hanoi in den Norden weiter.
Web: Qatar Airways

Hoteltipps:
Sofitel Legend Metropole Hanoi
Wie der Name schon sagt – dieses 5* Hotel ist eine wahre Legende, und mit Abstand die eleganteste Unterkunft in Hanoi. Das historische Gebäude umfasst einen ganzen Straßenblock, im Innenhof findet man eine Oase der Ruhe mit Palmen, Pool und Restaurant.
Web: Sofitel Legend Metropole Hanoi

Hotel de l’Opera Hanoi
Das 5* Boutique-Hotel liegt im Herzen der Millionenstadt Hanoi, nur wenige Minuten von der quirligen Altstadt mit ihren zahlreichen Lokalen und Shops entfernt.
Web: Hotel del Opera

Meliá Da Nang
Am Ende einer Abenteuerreise durch Vietnam sollte man sich unbedingt noch ein paar entspannende Tage am Strand gönnen. Bestens geeignet dafür ist das 4* Meliá-Hotel am endlos langen Non Nuoc Beach. Modernes Design und drei große Pools inmitten einer riesigen Gartenanlage.
Web: Melia

Tour-Tipp:
Die im Bericht beschriebene Entdeckungsreise im Norden Vietnams macht man am besten mit einem Guide, um die Gegend besonders unbeschwert und intensiv zu erleben. Footprint Vietnam bietet vor allem solche Touren abseits der Touristenmassen an, kooperiert mit der Bevölkerung vor Ort und wurde bereits für sein Engagement in punkto Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Beim Berg-Trekking sind nicht nur Guide und Fahrer inkludiert, sondern auch die Übernachtungen in den Homestays, die Verpflegung und die notwendigen Zutrittsberechtigungen ins Grenzgebiet.
Web: Footprint

Dieser Artikel wurde von unserem GastBRUNO dem ReiseIngo verfasst.

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