CHALDIKI

CHALDIKI

Griechenland bedeutet üblicherweise Inseln, diesmal sind es aber „nur“ Halbinseln. Und zwar jene fingerartigen, von mediterranen Wäldern bedeckte Landzungen im nördlichen Griechenland, die mit Sandstränden in traumhaften Buchten locken.

Lebendiges Kassandra

Göttervater Zeus hat irgendetwas mit der Entstehung zu tun, er schleuderte vom Olymp riesige Felsen auf feindliche Titanen genau dorthin, wo heute die dreifingrigen Landzungen liegen. Genaueres weiß man nicht, ist ja auch schon sehr lange her.
Beginnen wir mit der westlichsten namens Kassandra. Sie hat lange, breite Sandstrände, ein leicht hügeliges Hinterland und ist von Thessaloniki in rund einer Stunde via Autobahn zu erreichen. Das hat sie schon in den 70er Jahren zu einer gesuchten Feriendestination gemacht und daran hat sich bis heute auch nichts geändert. Hier brummt das Urlauberleben, hier ist alles das zu finden, was dazu notwendig ist. Inklusive gesuchter In-Discos, für die junge Griechen schon einmal eine Stunde fahren, um hier abzufeiern. Ruhig und beschaulich ist es auf Kassandra also nicht.

Beschauliches Sithonia

Viel ruhiger und beschaulicher geht es auf der benachbarten Halbinsel Sithonia zu. Das liegt an den geografischen Gegebenheiten. Vor allem an der Ostseite eine steile Küste mit vielen Buchten, zum Teil nur von der Meerseite aus zu erobern – da ist man dann alleine. Andere kann man über holprige Wege auch mit dem Auto entdecken – allein ist man da allerdings nicht. Eine ausreichende Anzahl längerer Strände mit guten Hotels – die Bausünden der 1970er Jahre, sprich gesichtslose Hochhäuser, sind hier – Zeus sei Dank – vermieden worden. Der kleine Ort Sarti ist besonders sympathisch, ein paar Pensionen und Boutiquehotels, Restaurants und Bars am Strand und für eine Konsumation darf man dort die Liegestühle benutzen. Dahinter dehnt sich der dichte Wald bis hinauf auf die Berge, Mountainbiker kommen ins Schwärmen, denn die radeln sicher auch nach Sykia im Hinterland, einem noch weitgehend naturbelassenen Dorf. Ein paar verstreute Steinhäuser, viel Grün, eine kleine Kirche, ein paar Tavernen mit authentischen Speisen.

Spirituelles Athos

Völlig ruhig und spirituell ist die dritte Halbinsel, nämlich Athos, weil zu neun Zehntel eine Mönchsrepublik. Frauen dürfen keinen Fuß an Land setzen, selbst weibliche Tiere sind dort verboten, die Mönche werden schon wissen warum. Männer dürfen dreitägige Pilgerreisen unternehmen und sehen dann die Schätze, die in den Klöstern lagern. Die wieder liegen auf steilen Felsen über dem Meer und schauen recht trutzig aus. Unsereiner besteigt ein Schiff und schippert (Delfin-Begegnungen sind häufig) daran vorbei, vom Berg Athos ganz im Süden bis zum, schon im freien Teil der Insel liegenden Hafen Ouranoupoli. Das dauert rund vier Stunden, die durchaus zu empfehlen sind.
Ganz in der Nähe dann die Entdeckung des Hotels „Eagle Palace“. Andrea Springer vom gleichnamigen Reiseunternehmen hat es neuerdings im Programm (noch nicht im Katalog, aber auf www.springerreisen.at) und hat damit einen Glücksgriff gemacht.

Persönliches

Ich habe während meiner jahrzehntelangen Tätigkeit schon unzählige Urlaubshotels kennengelernt, aber nur wenige wirklich makellose. Jetzt war das wieder einmal der Fall. Hier würde ich jederzeit privat urlauben wollen. Ein sanft ins Meer abfallender Strand mit Ruhezone und Sportbereich, dahinter der gepflegte Garten. Die Salons sind geschmackvoll, die Restaurants erlesen und die Zimmer ohne Fehl und Tadel. Dazu kommt ein bestens geschultes Personal, weder devot noch über­gscheit – also ideal. Wer es noch elitärer will, der residiert in einer der sehr modernen Villen oben am Hügel.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem traveller No. 24-25 | 2018.
Autor: Susanne Mitterbauer

Wichtige Informationen

Springer Reisen bietet mit 147 Hotels auf 17 Inseln (Kefalonia, Paros, Antiparos, Naxos, Santorin, Milos, Folegandros, Koufonissi, Mykonos, Amorgos, Sifnos, Patmos, Skiathos, Skopelos, Alonissos und Thassos) für den Sommer 2018 ein vielseitiges Griechenlandprogramm.
Alle Zieldestinationen werden ab Graz und Wien angeflogen, auf Kefalonia geht es jeden Samstag ab/bis Klagenfurt. Neu sind wöchentliche Charterangebote ab/bis Graz nach Chalkidiki.

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