Stopover in Singapur

Stopover in Singapur

Singapur ist noch immer Asiens sauberste Großstadt mit großartigen Gärten, wunderschönen Hotels, edlen Shoppingcentern, herrlicher Gastronomie und dem einzigartigen Zoo. Über Istanbul gibt es mit Turkish Airlines eine sehr gute Flugverbindung.

Die sauberste Stadt Asiens hat jetzt gerade die Nachhaltigkeit für sich entdeckt. Die gute Nachricht: Man braucht in vielen Hotels und Einkaufszentren keinen Pashmina mehr, um sich vor der Kälte der auf maximal 14 Grad eingestellten Klimaanlage zu schützen. Die schlechte: einige Einkaufszentrenbetreiber und Hoteliers haben von dem neuen Trend zur „Green City“ noch nichts mitbekommen und kühlen wie vor 20 Jahren.

Offline eine Smart City

Von Veranstaltern internationaler Kongresse wird Singapur gerne als Smart City ausgelobt, in Wirklichkeit ist Singapur aber nicht mehr online als Wien. Am Wiener Flughafen kann jeder Tourist mit einem Mausklick ins Internet, am Changi Airport wartet man als Besitzer eines österreichischen Mobilphones vergeblich auf die SMS mit dem Code zur Freischaltung des Internets. Wer immer online sein will, kauft bei seinem Provider in Österreich lieber ein Datenroaming-Paket. Ohne einem solchen Paket online zu gehen, ist nicht empfehlenswert, weil in drei Minuten 70 Euro weg sind. Und so manches Freenet – etwa in Chinatown – scheint so fragwürdig zu sein, dass ein ordentliches iPhone den Zugriff verweigert.

Offline hat die Stadt, die gerne als Stopover-Destination genutzt wird, jedoch jede Menge zu bieten. Sehr schöne Hotels mit tropischen Gärten, grandioser Pflanzenwelt und Infinity-Pools auf dem Dach. Der längste der Stadt ist jener vom Marina Bay Sands Hotel im
57. Stock. Das Luxushotel verfügt über mehr als 2.500 Zimmer (das ist nicht jedermanns Sache) und am längsten Pool der Stadt geht es ungefähr so zu wie im Wiener Gänsehäufel an einem Wochenende mit Badewetter. Die Bar und der Italiener am Dach sind hingegen sehenswert und abgesehen von den sehr teuren Preisen für alkoholische Getränke auch leistbar. Noch höher trinkt und feiert man im Hotspot 1-Altitude, der angesagtesten Freiluft und View-Location der Stadt.

Das Marina Bay Sands Ressort ist jedoch nicht nur wegen seines Hotels eine Sehenswürdigkeit. Zum Komplex gehört neben einem Konferenzzentrum auch ein wirklich imposantes Erlebnis-Einkaufszentrum: Das wohl temperierte Shoppes mit 200 Geschäften und 47 Restaurants, einer riesigen Indoor-Wasserfläche, wo man um sechs Euro pro Person mit dem Boot fahren kann, allen europäischen und amerikanischen Luxusmarken und Italienern, die bessere Pasta kochen als in Rom. Das ebenfalls zum Komplex zählende Casino sollte man eher meiden. Das ist fest in chinesischer Spielerhand, die sich um die Slot-Maschinen und Tische fast prügeln.

Buntes Vintage & Marillenknödel

Für eine durchschnittliche Geldbörse ist Shoppes aber nicht der richtige Ort, sich mit Souvenirs einzudecken. Günstige, asiatische Marken gibt es am Hafen in der großzügigen VIVO-City, die eine Besucherfrequenz
verzeichnet, von der heimische Zentren an den Samstagen vor Weihnachten träumen würden. Wer sich richtig durch Schnäppchen zwängen will, begibt sich in die Bugis-Street, einer Mischung aus Europark und Chinatown, Hochwertiges neben Super-ramsch. Die lebendige Haji Lane und die Kulturhochburg Arab Street locken jeden Tag Scharen von Käufern an. Haji Lane ist bekannt für ihre bunte Mischung aus
Vintage-Mode, regionalen Labels und einzigartigen Fundstücken. Hier gibt es eine Vielzahl an stylischen Läden, die in wunderschönen Shophouses angesiedelt sind. In Geschäften wie Mondays Off und Soon Lee erwarten Sie Nippes und mutige Outfits. Wer auf der Suche nach etwas von eher kulturellem Wert ist, schaut auf der Arab Street vorbei. Ebenfalls empfehlenswert: Little India mit dem Mustafa Centre und Tiong Baruh.

Kulinarisch hat die Stadt natürlich extrem viel zu bieten. Malayische, indonesische und chinesische Küche findet man in Restaurants, aber auch auf den wunderbaren Streetmarkets, die es abends überall gibt. Besonders empfehlenswert sind Satay-Spießchen – in allen Fleischsorten erhältlich. Einen Abend mit kulinarischen Höchstgenüssen erlebt man im Tableat7. Der Österreicher Karl Dobler führt gemeinsam mit seiner indonesischen Frau Eugenia ein Gourmetrestaurant der Sonderklasse. Man sollte sich unbedingt als Österreicher zu erkennen
geben, dann gibt es zum Dessert sogar
Marillenknödel. Der Spitzengastronom lebt übrigens nicht von diesem Lokal, sondern steht als hochwertiger Caterer bei Firmen wie Singapore Airlines hoch im Kurs.
Das Nationalgetränk – den Singapur-Sling – muss man zurzeit übergangsweise in der Pop-Up Long Bar konsumieren. Denn das berühmte Raffles-Hotel hat bis Jahresende geschlossen …

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem traveller – FACHRBUNO.
Autor: Dagmar Lang

Wichtige Information

Beste Anreise: Eine besonders preisgünstige Anreise in der Business Class bieten Turkish Airlines über Istanbul. Der Tarif bei Turkish ist nicht nur bedeutend besser, als bei anderen europäischen Fluglinien, die Klasse besticht mit einem klug durchdachten Abteil, in dem Schuhe und Handtaschen in einer Kiste verstaut werden, die gleichzeitig als Verlängerung der Liegefläche dient. Besser geht es nicht. Ein wirklich großartiges Unterhaltungsprogramm und sehr gute Bordküche machen diesen Langstreckenflug zum Vergnügen. Weiteres Plus: mit einem Business Class Ticket von Turkish kann man in Istanbul die Turkish Lounge benutzen, die ist allein eine Reise wert. Sie ist wahrscheinlich die größte Lounge der Welt mit verschiedenen Bars, perfekter Infrastruktur fürs Umziehen und Duschen – und bei längeren Aufenthalten mit eigenen Schlafräumen. Das Highlight aus österreichischer Sicht: das Wiener Café Demel mit hausgemachten Mehlspeisen vom Feinsten, nach einer Woche Asien auf dem Rückflug ein Gaumenschmaus. Die Flugzeiten ab Wien sind gerade so gelegt, dass man all das genießen und noch einen Shoppingbummel am Istanbuler Flughafen machen kann.
www.turkishairlines.com

Insider-Tipps

  • Marina Bay Sands – 2.500-Betten-Hotel mit Infinity Pool, Casino und Luxusshopping-Center mit erstklassigen Restaurants
  • Frühstück im Zoologischen Garten
  • Jogging-Tour durch den Botanischen Garten (am Besten um sechs Uhr morgens)
  • Einkaufen in der Bugis Street
  • Einkaufszentren auf der Orchard Road
  • Essen und Trinken auf Straßenmärkten (am Besten Taxifahrer oder Concierge nach dem Nächstgelegenen fragen, sind alle super)
  • Tableat7: Luxusrestaurant im Besitz eines Österreichers und seiner indonesischen Frau
  • Lassen Sie die Zigaretten im Koffer, in Singapur darf man nirgends rauchen und es tut auch niemand
  • Laden Sie die GRAB-App auf das Smartphone. Das ist der Uber von Singapur, man kann auch bar bezahlen
  • Kaufen Sie bei Ihrem Provider ein Datenroaming-Paket, wenn Sie online sein wollen.
  • WLAN gibt es im Hotel und in den großen Einkaufszentren
  • Informationen unter www.visitsingapore.com

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