Von Barock bis Moderne:

Von Barock bis Moderne:

Brandenburg punktet als Tourismusdestination sowohl bei Natur- als auch Kulturliebhabern. Durch die Nähe zur Millionenmetropole Berlin, eine einmalige Landschaft mit zahlreichen Naturparks, Wäldern und Seen und der ehemaligen Residenzstadt Potsdam gibt es hier viel zu entdecken. Seit kurzem bequem mit täglichen Direktflügen mit SkyWork Airlines von Graz nach Berlin-Tegel.

„Das ganze Eyland muss ein Paradies

werden“, flüsterte Moritz von Nassau-Siegen 1664 seinem Freund Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten zu. 250 Jahre lang arbeiteten die Hohenzollern an ihrem irdischen Garten Eden und haben dabei ein städtebauliches Gesamtkunstwerk hinterlassen, das heute völlig zurecht Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist und von der aktuellen Stadtverwaltung behutsam gepflegt und weiterentwickelt wird. Umgeben von Seen und Flüssen bietet Potsdam heute nicht nur seinen 175.000 Einwohnern eine hohe Lebensqualität, sondern hat auch für Besucher zahlreiche Highlights zu bieten.

Spaziergang durch Sanssouci

Spannend ist dabei zu entdecken, wie jeder deutsche König hier seine ganz persönlichen Akzente in die Stadtgeschichte geschrieben hat. Vom damals bereits antiquierten Rückgriff auf den Barockstil von Friedrich II. bis zu Friedrich Wilhelm IV., dem Potsdam sein vielfach wahrnehmbares italienisches Flair zu verdanken hat. Aber auch der Einfluss französischer Kultur und holländischer Architektur, verbunden mit disziplinierter preußischer Struktur, haben die brandenburgische Landeshauptstadt geprägt und heute zu einer mit rund einer Million Nächtigungen und 16 Mio. Tagesgästen jährlich besuchten Tourismushochburg gemacht.

Die größte und bekannteste Attraktion der Stadt ist der Park Sanssouci, ein Ensemble aus Schlössern und weitläufigen Gartenanlagen mit dem Schloss Sanssouci, der Sommerresidenz von Friedrich dem Großen. Bildergalerie, Schloss Charlottenhof, Orangerie, Römische Bäder und Neues Palais: Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang und es empfiehlt sich, genügend Zeit für das Entdecken des Parks einzuplanen, als auch eine Führung zu buchen. Feinheiten wie bewusst angelegte historische Sichtachsen durch den Park und viele weitere faszinierende Details sowie Anekdoten aus der Kaiserzeit geben Besuchern ein klares Bild von der innovativen Gestaltungskraft der preußischen Herrscher.
Gäste, die sich individuell durch Brandenburgs Metropole führen lassen wollen,
können sich die kostenlose App „Stadtführungen durch Potsdam“ herunterladen. Diese enthält vorbereitete Führungen durch die Innenstadt und den Park Sanssouci, aber auch kurzweilige Features wie ein Hörspiel, in dem Friedrich der Große durch die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten führt. Sehr innovativ ist auch der virtuelle 360-Grad-Rundgang, der online unter 360 Potsdam unternommen werden kann und einen Rundumblick in das Holländische Viertel, das Brandenburger Tor oder die Fontäne des Luisenplatzes bietet.

Babelsberger Blockbuster

Fans von Kino und Fernsehen ist ein Besuch des Filmparks Babelsberg empfohlen, wo mehr als 20 filmspezifische Attraktionen, Shows und Originalkulissen erlebt werden können. Der Filmpark ist Teil der Medienstadt Babelsberg, dem ältesten Großatelier-Filmstudio der Welt, in dem heute noch zahlreiche Leinwand-Blockbuster entstehen. Außenkulissen wie zu Hollywoods „Monuments Men“ oder Deutschlands erfolgreichster Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Einen guten Überblick über die reiche Geschichte des Bewegtbildes in Potsdam bietet auch das Filmmuseum, das im Marstall des Stadtschlosses, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt aus 1685 untergebracht ist.

2018 feiert Potsdam seinen 1025. Geburtstag und hat nicht nur zahlreiche Feierlichkeiten auf dem Programm, sondern verfolgt auch eines der wohl bemerkenswertesten Innenstadtrevitalisierungsprojekte. Die „Potsdamer Mitte“ bekommt ein neues Gesicht und wird dabei in seinem einstigen Grundriss und historischer Gestalt wiederhergestellt. Nachdem im Zweiten Weltkrieg mit dem Alten Markt und seinen historischen Bauten einer der schönsten Marktplätze Europas regelrecht weggebombt wurde, wird dieses Ensemble nun in altem Stil sukzessive wieder aufgebaut. Der Brandenburgische Landtag wurde auf dem Areal des früheren Stadtschlosses errichtet und architektonisch mit Kupferdach und Sandsteinfassade an den Entwürfen aus dem 18. Jahrhundert angelehnt. 2017 eröffnete mit dem Museum Barberini ein neuer Besuchermagnet für Freunde zeitgenössischer Kunst. Kunstmäzen Hasso Plattner ließ das Palais rekonstruieren und so steht es nun in der historischen Mitte Potsdams, wie wenn es seit der Errichtung durch Friedrich den Großen nie weggewesen wäre. Anschaulicher könnten die Stadtgeschichte wohl nur die Preußenkönige selbst erzählen …

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem traveller – FACHBRUNO.

Wichtige Informationen

SkyWork Airlines fliegt sechsmal wöchentlich nonstop von Graz nach Berlin-Tegel. Informationen per E-Mail an salesSX.Austria@aviareps.com.
Informationen zu Potsdam unter www.potsdamtourismus.de
Zur Region Brandenburg unter www.reiseland-brandenburg.at

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