Die Highlights für Deinen perfekten Urlaub

Die Highlights für Deinen perfekten Urlaub

Kuba ist eine zauberhafte Insel, die bei vielen ganz oben auf der Bucketlist steht. Im Gegensatz zu anderen Orten in der Karibik hat Kuba seine kleinen Ecken und Kanten, doch gerade das macht meiner Meinung nach seinen unglaublichen Charme aus. Drei Wochen durfte ich hier verbringen und viele schöne Momente erleben. Falls du demnächst auch eine Rundreise durch Kuba planst, habe ich hier für dich meine besten Highlights, must see Orte und ganz viele hilfreiche Kuba Reisetipps für dich.

Meine Reise beginnt direkt im lebendigen Havanna. Das kubanische Herz – dieser Titel gefällt mir einfach zu gut – ist ganz bestimmt nicht schön im klassischen Sinne. Außer vielleicht auf den für die zahlreichen Touristen ziemlich hübsch herausgeputzten Plätzen der historischen Altstadt, wie zum Beispiel der „Plaza Vieja“ oder der „Plaza de la Catedral“. Recht oft bedarf es einfach eines zweiten, liebevollen Blickes, um Havannas manchmal etwas rauen Charme und die eher versteckte Schönheit auch zu erkennen. Wer aber für genau diesen zweiten Blick bereit ist, den haut die Stadt einfach nur um, versprochen!
Die quirlige Altstadt Havannas – von den Einheimischen auch gern „La Habana“ genannt – ist komplett durchzogen von kleinen verfallenen Gässchen mit stuckverzierten Gebäuden an beiden Seiten, und kunstvoller, bunter Streetart hinter jeder zweiten Ecke. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die staubigen und lauten Straßen drängt sich unweigerlich der Gedanke daran auf, wie prunkvoll diese Stadt wohl einst gewesen sein muss.

Aber jetzt will ich dich nicht länger auf die Folter spannen. Hier sind sechs meiner absoluten Highlights für Havanna und Tipps für deine Kuba Rundreise:
1. Mit dem Oldtimer die Hauptstadt von Kuba unsicher machen
Eine aufregende Fahrt mit einem der vielen, kunterbunten Oldtimer quer durch die Stadt darfst du dir auf gar keinen Fall entgehen lassen wenn du in Havanna bist! Unten am historischen Hafen in der Altstadt kostet eine Stunde Rundfahrt umgerechnet knapp 50 Euro, oben am Capitol nur etwas mehr als die Hälfte. Das ist also eindeutig die bessere Wahl! Die verschiedenen Stationen für eventuelle Stopps kannst du dir jeweils ganz individuell aussuchen und sogar mehrstündige Touren mit anschließendem, gemeinsamen Essen mit dem Fahrer sind möglich – alles nur eine Frage des Preises.
Ich habe mich letztendlich für eine Tour entlang des Malecón mit einem Stopp am berühmten „Hotel Nacional“ entschieden. Hier gingen schon Stars wie Paris Hilton ein und aus. Die mondäne und erhabene Atmosphäre ist vor allem im wunderschönen Garten mit Blick auf´s Meer nahezu greifbar. Mit so einer Aussicht schmeckt der Mojito gleich doppelt so gut!
Wenn du einen richtig coolen Fahrer erwischst, dann hat dieser garantiert auch die neueste kubanische Musik mit dabei und dreht diese ganz laut während du am Malecón entlangfährst. Ein richtig geniales Erlebnis, ich habe die verwunderten Blicke der Leute echt genossen!

2. Sich in den Gassen der Altstadt von Havanna verlaufen
Das geht hier in Havanna tatsächlich ganz einfach und ist definitiv ein sehr erstrebenswerter Zustand. Keine Karte mitnehmen. Einmal links abbiegen und dann wieder rechts. Immer abwechselnd. Es dauert nicht lange, und schon hast du dich im Gewirr der engen und verzweigten Gässchen verlaufen. Nun bist du bereit für die wirklichen Entdeckungen im schönen „La Habana“ abseits von Lonely Planet und Co…

Mein Tipp: Halte unbedingt auch Ausschau nach den teilweise echt wunderschönen Streetart-Kunstwerken! Ich habe selten so viele tolle Exemplare wie in der Altstadt von Havanna gesehen.
Natürlich kannst du auch in der Altstadt rund um den Hafen direkt von einem wunderschön restaurierten Platz zum nächsten schlendern. Am allerschönsten fand ich mit Abstand den „Plaza de la Catedral“.

3. Kuba Reisetipps: Ein Sonnenuntergang am Malecón
Für mich ist der Malecón der mit Abstand schönste Ort hier und wirklich auch die coolste Art, einen wunderbaren Tag in Havanna ausklingen zu lassen. Hier unten am Meer kannst du ganz herrlich auf der oft von der heißen Nachmittagssonne aufgewärmten Steinmauer sitzen und die Füße über dem Wasser in der Luft baumeln lassen. Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, ob du lieber das bunte Potpourri verschiedenster Leute, oder glänzende Oldtimer beobachten, und dazu lieber gesalzenes Popcorn oder eine kleine Tüte Erdnüsse knabbern möchtest. Beides bekommst du nämlich direkt von den fliegenden Händlern geliefert und brauchst nur noch zugreifen. Manchmal fühlte ich mich wirklich fast wie im Kino!

4. Der Christusstatue in Kuba einen Besuch abstatten
Genau wie im brasilianischen Rio de Janeiro thront auch hier in Havanna eine große weiße Christusstatue auf einem Hügel, die erhaben die gesamte Stadt überblickt. Am besten nimmst du, für nur etwa 2 Euro, die kleine klapprige Fähre ab dem „San Francisco Terminal“ im Hafen der Altstadt. Diese ist zwar meistens hoffnungslos überfüllt und verfügt auch nur über ungemütliche und wacklige Stehplätze, aber in etwa 15 Minuten hast du das Gedränge auch schon wieder überstanden und kannst nun Christus guten Tag sagen.
Von hier drüben aus genießt du einen wunderschönen Blick auf das zauberhafte und glitzernde Havanna gegenüber. Ich war am frühen Nachmittag hier, aber auch gegen Abend, und vor allem kurz vor dem Sonnenuntergang, muss es bestimmt sehr schön hier sein. Die Stadt leuchtet dann im Licht der untergehenden Sonne. Jeden Abend gegen 21 Uhr findet hier übrigens auch die berühmte Kanonenschusszeremonie statt. Falls du diese gern besuchen möchtest, der Eintritt kostet knapp 8 Euro.

5. Eine kalte Schokolade im „Museo de la chocolate“ trinken
Im Schokoladenmuseum von Havanna gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder absolvierst du erst eine der Touren durch das Museum und trinkst dann quasi als Belohnung für deine Ausdauer eine der berühmten eiskalten Schokoladen, oder du schleichst dich gleich in das angrenzende Restaurant und bestellst dir direkt die zuckersüße Köstlichkeit. Wenn du, genau wie ich, auch immer so große Lust auf Süßes hast, und die Tour auf gar keinen Fall abwarten kannst, dann ist das eindeutig die zu bevorzugende Variante. Ich verstehe dich da voll und ganz. In beiden Fällen lohnt es sich aber auf jeden Fall. Super lecker!

6. Der kubanischen Musik lauschen
Musik und Lebensfreude gehören einfach zu Havanna dazu wie Ketchup zu Pommes. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, und ebenfalls egal wo du dich gerade befindest, von irgendwoher schallt immer laute Musik. Es wird gelacht, getanzt und gefeiert. Immer. Am besten machst du einfach mit, oder nicht?

Kuba Reisetipps – Das wunderschöne Viñales Tal

Mit dem eigenen Mietwagen fuhr ich dann direkt von Havanna ins zauberhafte und herrlich grüne Viñalestal. Die Fahrt an sich ist schon eine kleine Herausforderung muss ich leider sagen, denn auf Kuba ist alles irgendwie mehr schlecht als recht ausgeschildert. Manche Orte sind einfach nicht so leicht zu finden. Zudem sind viele der Straßen in einem mehr als katastrophalen Zustand und du brauchst für alle Wege viel länger als ursprünglich geplant. Trotzdem ist ein eigener Mietwagen eine sinnvolle und gute Möglichkeit, die Insel auf eigene Faust und unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden.
Irgendwann gegen Abend bin dann auch ich an meinem Ziel angekommen und war schon auf den ersten Blick total beeindruckt von der dramatisch und zugleich wunderschön anmutenden Felskulisse. Genau wie im thailändischen Krabi oder in der vietnamesischen Halongbucht (dahin hab ich es zwar noch nicht geschafft, aber dafür ins schöne Mekong Delta Vietnam) ragen hier unzählige Karstfelsen wie aus dem Nichts mehrere hundert Meter senkrecht in den Himmel.
Drei volle Tage habe ich im schönen Valle de Viñales verbracht. Meine liebsten Erinnerungen und besten Kuba Rundreise Tipps sind diese hier:

1. In einer privaten Casa in Viñales übernachten
Eigentlich gilt dieser Tipp für ganz Kuba. Trotzdem empfehle ich es dir genau hier unbedingt. In diesem verschlafenen, karibischen Örtchen mitten in den Bergen der Insel, wirst du ganz besonders liebevoll und mit mehr als offenen Armen in die verschiedenen Familien aufgenommen und bekommst das authentische Leben der Einwohner hautnah mit. Meine beiden Gastgeber Juan und Carmen haben mir jeden morgen ein leckeres Frühstück serviert und abends unheimlich gut für mich gekocht. Für knapp 12 Euro bekommst du hier sogar echten Hummer oder Languste mit Reis, Salat, Kartoffeln, Obst und einer süßen Nachspeise. Viel besser als in jedem Restaurant, versprochen!

2. Kuba Tipp: Das „Tal der Stille“ von Viñales erkunden
Drei einfache Möglichkeiten, und somit auch die Qual der Wahl, hast du bezüglich der Fortbewegung im schönen Viñalestal: Die Erkundung der märchenhaften Landschaft klappt zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Rücken eines Pferdes gleichermaßen gut. Du kannst dir einfach das für dich am passendsten erscheinende Fortbewegungsmittel aussuchen.
Ich habe mich dann doch „nur“ für eine Wanderung zu Fuß entschieden, da Juan mich begleiten, und mir unterwegs einiges zum Anbau von Tabak, Kaffee und allerlei anderer Sorten Obst und Gemüse erzählen wollte. Unser abenteuerlicher Weg über Stock und Stein führte uns gute 5 kubanische Stunden lang quer durch den Nationalpark und am Ende zu einem heiligen Baum, der als Symbol für die Verschmelzung der verschiedenen Religionen auf Kuba steht.

3. Kuba Highlight: Einen Abstecher auf die Insel machen
Weißt du, was ein riesengroßer Vorteil von Viñales ist? Dieser hier: In der Nähe (etwa eine Autostunde entfernt) befinden sich zwei traumhaft schöne Inseln mit wirklich zauberhaften Karibikstränden, nämlich die quirlige „Cayo Levisa“ und die etwas ruhigere „Cayo Jutía“. Nach einer ganz klaren Empfehlung von Juan habe ich mich ohne weiter zu überlegen für letztere entschieden und wurde auch absolut nicht enttäuscht.
Neben dem hübschen Strand mit dem wohl türkisesten Wasser von ganz Kuba steht hier auch noch ein alter, sehr vintage anmutender Leuchtturm und es gibt versunkene Mangrovenwälder mit silbern glänzendem Treibholz zu entdecken.
Außerdem ist auch schon die Fahrt über den etwa 4 Kilometer langen Damm der Insel ein echtes Erlebnis. Dieser verbindet nämlich die Cayo mit dem Festland. Hätte ich als Taxi nicht diesen unendlich klapprigen Lada gewählt, wäre ich mir fast wie auf den Florida Keys vorgekommen.

4. Ein Blick ins Viñales Tal vom schönsten Aussichtspunkt
Ganz zufällig habe ich dann noch an meinem letzten Tag in Viñales den wohl schönsten Aussichtspunkt des Ortes gefunden. Das war so: Mit einem knallblauen, und wie immer rostigen Oldtimertaxi fuhr ich am frühen Nachmittag die 4 Kilometer bis zum überall bekannten „Standard-Mirador“ beim Hotel „Los Jazmines“, und wollte von dort oben einfach mal einen Blick „runter“ werfen. Da dort aber den ganzen Tag über große Busladungen voll Touristen ankommen, und die ganze Szene damit echt nicht mehr idyllisch ist, hat es mir da nicht wirklich gut gefallen. Auch der Blick haute mich jetzt nicht vom Hocker. Mit dem Taxi schon wieder zurück wollte ich dann aber auch noch nicht, zu warm und angenehm schien mir die nachmittägliche Sonne auf die Haut. Also entschloss ich mich kurzerhand, die paar Kilometer zurück ins Dorf einfach gemütlich zu laufen. Schon nach etwa 300 Metern stolperte ich dann auf der linken Seite des Schotterweges über das absolut traumhaft gelegene Restaurant „Balcón del Valle“.
Von den fast schon afrikanisch anmutenden Aussichtsterrassen ist der Blick in das quietschgrüne Tal einfach nur atemberaubend. Ich konnte mich bis zum Sonnenuntergang echt nicht mehr von dort losreißen, und habe mir einen Cocktail nach dem anderen bestellt. Das ganze Restaurant mutet auch ein bisschen an wie eine kleine Farm, denn während ich genüßlich an meinem Piña Colada nippte, tummelten sich hinter mir Hunde, Katzen und etwa 40 Perlhühner und Truthähne. Was für eine schöne Idylle!

Kuba Reisetipps – Trinidad, was bist du schön!

Meine dritte und zugleich auch letzte „Sightseeingstation“ ist die verdammt hübsche und wirklich kunterbunte Kolonialstadt Trinidad mit ihren holprigen Kopfsteinpflasterstraßen und der überall nur so sprühenden Lebensfreude. Diesmal hat auch meine Fahrt mit dem Mietwagen – trotz der viel zu langen Strecke von Viñales bis hierher – außerordentlich gut geklappt! Ein Satz zur Stadt, der alles ausdrückt: Trinidad ist echt der Hammer, glaub mir!
Und das sind meine besten Tipps und schönsten Highlights in Trinidad:

1. Einen leckeren Sunset Mojito auf der Treppe genießen
Mit „der Treppe“ meine ich die bei der in ganz Trinidad berühmten „Casa de la musica“. Fast jeden Abend spielen hier verschiedene Bands kubanische Musik und du kannst – selbstverständlich mit einem erfrischenden Cocktail aus einer der zahlreichen Bars rundherum in der Hand – zu Salsa und Son in die Nacht tanzen. Oder vielleicht auch einfach nur gemütlich auf eben dieser Treppe sitzen, und die tanzenden beobachten. So oder so ist das die perfekte Art, um einen ereignisreichen Tag in Trinidad gebührend zu feiern! Ich will doch hoffen, dass du diesen mit einem entspannten Spaziergang durch die bunten Gassen und einem nachmittäglichen Besuch auf dem gelben Kirchturm mit der traumhaft schönen Aussicht über die Dächer der Stadt verbracht hast?

2. Trinidad: Schnorcheln am bunten Korallenriff
In der unmittelbaren Nähe von Trinidad, nur etwa 15 Minuten mit dem Auto entfernt, befinden sich genau zwischen den bekannten Stränden von „La Boca“ und der „Playa Ancón“, zahlreiche Buchten mit glasklarem und türkisblauem Wasser. Meine Wahl fiel auf die kleine und namenlose Bucht direkt beim Hotel „Costa Sur“. Hier konnte ich den lieben, langen Tag in der karibischen und herrlich warmen Sonne liegen und lesen, im natürlichen Felsswimmingpool ein paar Runden drehen, und sogar am vorgelagerten Korallenriff wunderbar schnorcheln.
Zwischendurch sorgten eisgekühlte Kokosnüsse für Erfrischung und mitgebrachte Kekse für einen zufriedenen Magen. Hier hat es mir sogar so gut gefallen, dass ich gleich am nächsten Tag genau das gleiche „Programm“ nochmal wiederholt habe!

3. Elfen und kubanische Wassermänner suchen in Trinidad
Trinidad ist umgeben von smaragdgrünen Bergen mit glitzernden Flüssen und tiefen Seen, die zum Erkunden und Entdecken einladen. Der relativ kleine, aber dafür auch nicht so überlaufene Nationalpark „El Cubano“ war ein absolutes Highlight für mich an meinem letzten Tag in der Stadt.

Ein wunderschöner Naturpfad führt etwa eine kubanische Stunde lang an herabhängenden Wespennestern, traumhafter Vegetation und an einem Fluss entlang zu einem im dichten Dschungel versteckten Wasserfall. Hier kannst du herrlich im gar nicht mal sooo kalten Wasser baden und sogar hinter das herabstürzende Nass in eine geheimnisvolle, schwarze Höhle schwimmen.
Dadurch, dass ich erst recht spät am Wasserfall ankam (etwa gegen 16 Uhr) war ich komplett alleine dort in dieser unglaublichen Märchenlandschaft. Mich hätte es absolut nicht gewundert, wenn mich beim Schwimmen – ganz wie bei den Gebrüdern Grimm – plötzlich ein schleimiger Wassermann hinunter in seine dunklen Höhlen gezogen oder Elfen und fette Trolle hinter einem Stein hervorgekrochen wären.

Sollte dich wider Erwarten doch kein Wassermann entführen – ich bin ja schließlich auch noch mal ganz knapp mit meinem Leben davongekommen – und du nach diesem Abenteuer Hunger hast, habe ich noch einen ganz besonderen Restauranttipp für dich: Die gemütliche „Taberna La Botija“ mitten in der Altstadt von Trinidad hat mit Abstand das beste Essen der Umgebung. Das beweist auch die oft verdammt lange Schlange an Menschen, die täglich ab etwa 18 Uhr auf freie Sitzplätze wartet! Probier unbedingt die Spagetti!

Wichtige Informationen

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