Skate the world goes Kazan

Skate the world goes Kazan

Mit den Skates die Welt bereisen und sportlich neue Kulturen und Länder erkunden - ein Traum wird wahr. Diesmal ging es auf 8 Rollen nach Kazan, in die Hauptstadt Tatarstans.

Für einige mag Kazan ja bereits durch den Championsleague-Qualifikanten Rubin Kazan oder durch Ereignisse wie beispielsweise die World Games oder die Universiade ein Begriff sein. Auf der Landkarte ist es für viele dennoch ein großes Fragezeichen.
Egal wo man hinreist, für Sport muss einfach Zeit sein. Warum also nicht den Sport mit der Erkundungstour verbinden? Ich habe mich in Kazan gleich um 4 in der Früh in die Schlacht geworfen, um für euch eine Route zu testen, auf der man so viel Kazan wie möglich inhalieren kann. Das ganze wurde auf der Huawei Smart Watch II und dem Huawei P10 aufgezeichnet und festgehalten. Den Großteil der Route 1 findet ihr übrigens hier als Video festgehalten:

Gestartet bin ich um exakt 4:27 im Double Tree Hilton Hotel nahe der berühmten Baumanstraße, der Prestigemeile Kazans.
Am besten gleich mal runter auf den Radweg, der an der Bulak entlang führt, um nach ein paar Minuten auf den Skates zu einer der Hauptattraktionen, dem spektakulären Kazan Kreml, zu gelangen. Von aussen bietet sich ein spektakulärer Anblick. Wer sich das Ganze auch innerhalb der Festungsmauern geben will (absolut empfehlenswert), sollte ein zweites Mal vorbeischauen oder die Skates ausnahmsweise abschnallen. (Der Straßenbelag gleicht nämlich einer Felsenlandschaft, blieb auf der restlichen Route allerdings ein Unikum.
Vor 8 Uhr spielt sich übrigens auch unter der Woche auf den Straßen Kazans so gut wie gar nichts ab, wodurch man sportlich relativ einfach voran kommt. Auch untertags läuft es im Verkehr unerwartet gesittet ab. Man kann also ruhig zwischen Gehsteig und Straße wechseln.

Nach ein paar Genussminuten am Kreml ging es direkt weiter an die Uferpromenade der Kazanka. Eine Promenade, die gute zwei Kilometer lang und seidenweich asphaltiert ist. Bei Sonnenaufgang ein absolutes Spektakel, bei dem man bereits dem einen oder anderen Jogger/Radfahrer über den Weg skatet. Am Abend dürfte es hier einige Möglichkeiten auf Getränke und Snacks geben.
Jetzt wurde es knifflig: Mein Plan war, an der Promenade entlang bis zur Millennium Brücke zu skaten, um die Kazanka zu überqueren und den Weg Richtung Kazan Arena fortzusetzen. Hier ist der kürzeste Weg zwar möglich, aber nicht der einfachste, weil man doch das ein oder andere Mal Wiese bzw. erdigen Untergrund mit dabei hat. Daher lieber beim nationalen Kulturzentrum auf die Straßen neben dem Fluss ausweichen und so in Richtung Brücke vorarbeiten.
Am Weg zum Stadion kommt man am Wasserpark vorbei. Allgemein durch das Riesenrad, das wie das Londoner Auge aussieht, eine gute Orientierungshilfe. Danach einmal rechts abbiegen und einfach der Straße folgen, bis man zur imposanten Kazan Arena kommt. Die Stadionmauer ist übrigens mit einer der größten LED Werbewalls der Welt geschmückt. Der Anblick lohnt sich!
Meine Smartwatch 2 von Huawei zeigte mir zu diesem Zeitpunkt bereits 10 km an. Zeit also umzukehren. Über die Millennium Brücke ging es wieder zurück Richtung Zentrum. Diesmal habe ich nicht den Weg über die Uferpromenade gewählt, sondern über die Straße direkt zur Lenin Statue und zum nationalen Theater von Tatarstan.
Die größte Belohnung zum Abschluss der Route ist die Pushkin Straße, auf der man bergab relativ mühelos an den 40 kmh kratzt und wieder direkt zur Baumanstraße zurückfindet.
Über die Baumanstraße kann man dann noch gemütlich an der Glockenturm-Kathedrale vorbeirollen und die Route in einem Gastgarten der vielen Kaffeehäuser ausklingen lassen.
Wenn man nicht zu oft stehen bleibt, sollte man als guter Skater ungefähr zwei Stunden für diese Route einplanen.
Der Asphalt war auf 90 % der Strecke unerwartet genial. Daher muss man sich – was die Straßenverhältnisse angeht – keine Sorgen machen.

Wer sich auch auf die Reise ins 200 km entfernt liegende Bulgar begibt, sollte jedenfalls die Skates einpacken, denn dort gibt es eigens angelegte Wege, die sonst nur mit Golfcarts befahren werden! Die perfekten Strecken also, um sich auf den Skates auszutoben und alle Sehenswürdigkeiten zu erreichen. Diese liegen alle innerhalb weniger Kilometer.

FEEL THE BEAT

Jede Stadt hat ihren eigenen Rhythmus. Für mich hat diesmal dieser Soundtrack am besten zum Flair Kazan`s gepasst:
The Game – Hate it or love it (Einfach die perfekte Scheibe, um frühmorgens zum Sonnenaufgang zu skaten)
Donna Regina – Why (in einem russischen Kaffee auf der Baumanstraße erstmals gehört – passt einfach)
Blue Monday – New Order
Go Solo – Niklas Ibach remix – passt zu den Fibes von Kazan 🙂 unabhängig davon, dass ich meistens solo skate!

Hauptschwerpunkte

Bodenbelag
Durchgehend befahrbar
Verkehr
Dichte der Sehenswürdigkeiten
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