Sushi- und Sashimi Reise – von Hamburg bis New York

Sushi- und Sashimi Reise – von Hamburg bis New York

Echtes Sushi sind kein billiges Fastfood und auch keine klebrigen und matschigen Reisdinger mit winzigem fischähnlichem Inhalt. Echtes Sushi ist eine hohe Kunst mit langer Tradition, die den Gaumen verzaubert und Glücksgefühle auslöst. Beste Qualität und der richtige Schnitt sind goldene Sushi-Grundregeln. Und die werden im Hamburger Coast by east wie in der New Yorker lure Fishbar gelebt und zelebriert. Der traveller war auf Sushi-Reise!

Die richtige Zubereitung und der richtige Schnitt, darauf kommt’s also an. Denn ob Hamachi, Ebi, Sake, Maguro, Ibodai, Saba, Tako, Unagi oder wie all die vielen Meeresfische heißen, die als Sushi oder Sashimis auf den Teller kommen, sie alle werden vom Sushi-Meister nach einem bestimmten Ritual und mit speziellen Messern geschnitten. Das will gelernt sein. Die Ausbildung zum Sushi-Meister zeigt die ganze hohe Kunst, dieser japanischen Tradition, und kann bis zu zehn Jahre dauern. Anfangs lernt der Sushi-Lehrling alles über Reis, wie man ihn richtig wäscht und wie man ihn richtig rollt. Das dauert schon mal ein gutes Jahr, dann geht’s sukzessive ans Schneiden, immer und immer wieder. Ausdauer ist sowieso der wesentliche Punkt in der komplizierten Ausbildung zum Sushi-Meister. Der einen guten Fisch alleine am Geruch erkennt, denn stark riechen dürfen weder der Maguro noch der Hamachi oder sonst ein Meeresfisch. „Frischer Fisch ist nahezu geruchlos“, betont der aus Tibet stammende Sushi-Meister im Coast by east und lässt uns die Probe aufs Exempel machen. Ein riesiger Thunfisch liegt vor uns am blitzblanken Küchentresen und riecht nach Meer, sehr frisch und sehr klar. Mit handgeschmiedeten und sehr scharfen Messern – die ein kleines Vermögen kosten – wird nun präzise geschnitten was sogleich als feinstes Tatar coast Style, Tuna Nigiri, Spicy Hamachi Roll oder – wie für uns – als köstliches Sashimi coast Style mit Ponzusauce, Mandarinenöl und Avocaodo in grandioser Bildkomposition auf den Teller kommt.

Sushi in Hamburg

Das Coast by east ist eine ganz besondere Location. Natürlich, weil Sushi und Sashimi hier in höchster Perfektion und von allerbester Qualität serviert werden. Aber auch, weil es genau dorthin passt, wo es ist. An die Marco-Polo-Terrassen in der hippen und modernen neuen Hamburger HafenCity, die Elbphilharmonie blinzelt keck bei den riesigen „Sky Frames“ herein und die auslaufenden Kreuzfahrtschiffe verabschieden sich mit lautem Getröte. Blickfang ist eine vertikale Pflanzenwelt, die die Innen- mit der Außenwelt perfekt verbindet. Das Coast by east ist das erste Restaurant Deutschlands mit einer begrünten vertikalen Wand mit UV-Licht und selbständiger Bewässerung, die, so Serkan Abkulud, „nicht nur unsere Gäste begeistert, sondern für stets frische und gesunde Luft sorgt. Wir brauchen keine Klimaanlage“, betont der Restaurantleiter. Innovativ ist auch die Dachkonstruktion, die, von einem Architektenduo aus Barcelona dem Flügelschlag einer Möwe nachempfunden ist und gemeinsam mit den „Sky Frames“ – eine sich zur Gänze öffnende Fensterfront – den Besucher fast so beeindrucken wie die grandiosen und kreativen Sushi- und Nigiri-Variationen. Und dass man hier frischen Wasabi mit frischem Ingwer und keinen Instant – und Convinience Mischmasch zu den bunten Makis, Sushis und Sashimis serviert, schmeckt auch der ungeübte Gaumen.
„Qualität ist unser oberster Grundsatz und Transparenz unser Auftrag. Beste Lieferanten und höchste Qualitätsstandards und -ansprüche bei all unseren Speisen und Zutaten – unsere Fische kommen aus nachhaltiger Fischerei, die Herkunft ist nachvollziehbar und wird ständig kontrolliert – sind unser Asset. Bei uns steht der Gast absolut im Mittelpunkt. Ein Abend im Coast by east soll zum Erlebnis werden, und der Gast nach nichts fragen müssen,“ so Abkulud.

Tipp: Neben Sushi und Sashimi sind Seviche, Kabeljau im Garbeutel, Kalbskotelett mit Trüffelkruste oder ein köstliches Coast Monte Desert und ein herrlich spritziger „Belsassa“-Cocktail (Vermuth auf Eis mit Tonic und Orangenzeste) weitere Empfehlungen des Hauses.

Sushi in New York
„New York ist eine kulinarische Destination der Weltklasse“, betonte Fred Dixon, Präsident und CEO von NYC & Company, im Rahmen der diesjährigen NYC Restaurant Week, die heuer im Jänner und Februar bereits zum 26. Mal stattfand. 32 Restaurants quer durch fünf Bezirke kochten zu moderaten Fixpreisen in 31 verschiedenen und individuellen kulinarischen Stilrichtungen groß auf. Jenes hippe Lokal, welches wir auf unserem letzten New York Trip testen durften, war nicht darunter, ist aber definitiv eine Empfehlung für die nächste New York Reise. Für Sushi und Sashimi Liebhaber sowieso.
Die lure Fishbar in der Mercer Street fasziniert, wenn man sie mal gefunden hat. Denn das Lokal befindet sich im Souterrain und ist außen wie innen einem Boot nachempfunden. Bereits seit 13 Jahren ist das lure eine Institution – ohne Reservierung geht hier nichts. „People come here and want to hang out“, erklärt uns Julianna Melamed, Director Marketing & Sales zur Begrüßung. Und wir wissen rasch warum? Die lure Fishbar steht für täglich frischen Fisch, frische Austern und eine stark auf saisonale und regionale Produkte ausgerichtete Küche. Die East Coast Oysters aus New York, New Brunswick oder Rhode Island schlürft hier fast jeder Gast, und Crispy Sushi Rice with Spicy Tuna ist der absolute Renner, ob drei Stück um 19 oder fünf um 32 USD, dieses Gericht steht wirklich auf jedem Tisch. Auch auf unserem, auf dem sich dann noch eine auf Eis liebevoll drapierte und einem Gemälde gleichende Sashimi Combo mit Kenai, Rainbow und Yellowtail Tuna, eine lure Houes Roll mit Shrimp Tempura topped with Spicy Tuna und eine Lobster Tempura Roll with Spicy Mayo and Avocado finden. Ob des Interieurs eine „Segelreise“ auf höchstem Niveau durch Sushi- und Sashimigewässer, mit starkem Österreich-Bezug. Denn auf der Weinkarte fanden wir einen Neumeister aus der Steiermark, einen Leth Scheiben-Reserve aus Niederösterreich und einen feinen Tropfen vom Nikolaihof aus der Wachau.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem traveller No. 12 | 2018
Autor: Chaluk

Wichtige Informationen

Coast by east – Seafood Bar & Grill, durchgängig Küche, zwischen 12.00 und 17.00 Uhr kleinere Karte mit kompletter Sushi-Auswahl
lure Fishbar – 142 Mercer Street,

www.hamburg-tourismus.de
www.iloveny.com

Buchtipp: Sushi – Jiro von Jiro Ono (Autor,Künstler)
Jiro Ono ist ein japanischer Koch und Besitzer von Sukiyabashi Jiro, einem mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten japanischen Sushi-Restaurant in Tokio. Ono gilt als der größte lebende Sushi-Handwerker und wurde wegen seiner innovativen Methoden in der modernen Sushi-Zubereitung mehrfach ausgezeichnet
www.sushi-jiro.jp

zurück zur Übersicht