Elefantenreiten auf französisch

Elefantenreiten auf französisch

Nantes? Wo ist das? Die westfranzösische Stadt ist ja nicht jedermann ein Begriff. Durch den Direktflug von Wien mit Volotea kann die 300.000-Einwohner-Stadt an der Loire jetzt allen Frankreichfans schnell und einfach nähergebracht werden. Gut so, denn Nantes und Umgebung sind ein echter Geheimtipp.

12 Meter hoch, acht Meter breit, 21 Meter lang und 48,4 Tonnen schwer, das ist er: „Le grand Éléphant“. Die Attraktion der Stadt, von der alle Reiseleiter zuallererst berichten. Dieses riesige Tier aus Stahl und Holz erwacht zum Leben, wenn er täglich mit den Besuchern seine Runden dreht. Er versprüht Wasser aus seinem Rüssel und kann sogar seine Augen bewegen, inklusive Wimpernschlag. Seine Tour dreht er auf „Les Machine de L´Ile“, dem ehemaligen Hafengelände an der Loire. Das lag jahrelang brach, jetzt haben es Künstler und hippe Gastwirte wieder belebt. Ein Ritt auf dem Elefanten dauert etwa eine halbe Stunde, vorbei am zweiten Highlight der kleinen Insel: „Le Carrousel des Mondes marins“ ist ein 25 Meter hohes Riesenkarussell, das die Unterwasserwelt darstellt. Und somit an den gebürtigen Nanter Schriftsteller Jules Verne („20.000 Meilen unter dem Meer“) erinnern soll. Ihm ist übrigens ein Museum gewidmet – am anderen Ufer der Loire. Wer noch tiefer in die Welt der mechanischen Tiere eintauchen will, kann das in der Galerie tun. Dort warten überdimensionale Insekten auf die Besucher.

Die grüne Linie

Kunst verbunden mit Tourismus steht in Nantes an oberster Stelle. Durch die Initiative von „Le Voyage á Nantes“ finden sie in der ganzen Stadt verteilt die schrägsten Kunstwerke, Skulpturen, Freilichtbühnen und Wasserinstallationen. Einfach der 12 Kilometer langen grünen Linie folgen, die auf die Straße gemalt ist. Erwin Wurms Boot zum Beispiel, das sich über eine Schleusenmauer biegt, ein japanischer Drache aus Holz, der am Spielplatz von Kindern entdeckt werden darf oder eine Miniwohnung, die zwischen zwei Häusern über einer engen Gasse gebaut wurde. Die vielen Parks, die Lage am Wasser und die Bemühungen um Nachhaltigkeit und Umweltschutz, haben Nantes übrigens 2013 den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ eingebracht.

Autofreie Altstadt

Ein Bummel durch die Altstadt von Nantes ist aber auch eine Zeitreise. Vorbei an herrlichen Bauten aus dem 18.Jahrhundert und den belebten mittelalterlichen Vierteln La Juiverie und Le Bouffay mit den typisch französischen Cafés und Restaurants, erreicht man das historische Herz der Stadt. Das letzte Loireschloss vor dem Meer, das Schloss der Herzöge der Bretagne. Mit seiner Wehrmauer und dem Burggraben, dem wunderschönen Innenhof und dem Garten wird man für kurze Zeit zur Prinzessin. Nur wenige Minuten davon entfernt liegt einer der angesagtesten Hotspots der Stadt. Die ehemalige Keksfabrik Lieu Unique, auch unter „LU“ bekannt, wurde zu einem coolen Treffpunkt für jung und alt. Dort kann man ein gutes Glas „Muscadet“ trinken und sich im Hammam verwöhnen lassen.

Wein muss sein

Nantes liegt etwa 60 Kilometer vom Atlantik entfernt, im Süden der Bretagne, von Weinbergen umgeben. Entlang eines Radweges kann man bis zum Meer fahren und Weingüter entdecken, wie das „Chateau du Coing“. Ein 200 Jahre altes Schloss, das alle Stückerl spielt und mich erneut kurzzeitig zur Prinzessin macht. Inklusive Türmchen, Park und Teich. Es gehört dem deutschsprechenden Günther Chéreau, der dieses Anwesen langsam bewohnbar macht. „Eine Lebensaufgabe“, meint er. Der Weinkeller jedoch ist perfekt in Schuss – dort produziert und lagert er den „Muscadet“, den Weißwein dieses Anbaugebiets, den er sogar bis Kanada exportiert. Besonderen Wert legt Monsieur Chéreau auf den biologischen und naturbewussten Anbau. Über Besuch von Touristen freut er sich, jedoch ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.

Salz auf meiner Haut

Weiter Richtung Meer liegt die Halbinsel Guérande mit ihren Salzgärten. Wie das „Gros Sel“, das grobe Salz und das besondere „Fleur de Sel“ abgebaut wird, erklärt eine deutschsprechende Führerin recht anschaulich und interessant. Komisch, aber genau dort bin ich zur Caramel-Liebhaberin geworden. Denn die Spezialität hier ist leicht gesalzenes Caramel – in allen Variationen. Gar nicht mehr aufhören kann ich, wenn es flüssig in Crépes serviert wird! Uns wird auch ­empfohlen, „Fleur de Sel“ auf eine Melone zu streuen, die nicht so süß ist. Das Salz macht nämlich die Frucht süßer!
Salziges Caramel wird natürlich auch in der nahegelegenen Stadt Guérande serviert. Sie wird heute noch von Stadtmauern und riesigen Türmen beschützt. Disneyland, jedoch in echt! Unglaublich und unbedingt einen Ausflug wert!

Gourmets überall

Essen ist sowieso eine meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen in Frankreich. Das machen die Franzosen selbst auch sehr gern und ausgedehnt. „Sogar die Mittagspause kann da mal bis zu zwei Stunden dauern, inklusive einem Flascherl Wein“, meint Paula Panagl. Eine 25-jährige Wienerin, die nach Nantes ausgewandert ist und mit Stadtführungen ihr Geld verdient. Auf den vielen Märkten erhält man einen Eindruck dessen, was so auf die französischen Teller kommt – frische Austern, Krabben, Hummer, Sardinen und anderes Meeresgetier finden sich neben herrlichsten Pasteten, Würsten, Käsesorten und frischem Gemüse. Jede Zutat wird mit Liebe zubereitet und serviert, nur einmal konnte ich mich nicht überwinden, denn schon der Geruch ist gewöhnungsbedürftig. „Andouille“, ein Schweinemagen, in dünne Scheiben geschnitten, gilt hier als Spezialität …

Mehr Meer

Die Fahrt Richtung Meer ist schön, überall Weiden mit Pferden, Kühen oder Schafen, blühende Bäume und viele schöne Häuser. Architektonisch besonders und charakteristisch für diese Küste sind die Villen, die man zum Beispiel im Badeort La Baule sieht. Ein typischer französischer Badeort mit einem neun Kilometer langen Sandstrand, Yachthäfen, tollen Hotels und Restaurants. La Baule wird liebevoll – mit den beiden Nachbarorten Pornichet und Le Pouliguen – „Die seltsamen Damen“ genannt. Diese Bucht zählt zu den schönsten der Welt, was ich definitiv bestätigen kann. Denn sogar bei meinem Morgenstrandspaziergang im Regen konnte ich die Lebensfreude, den Genuss und das „Laissez faire“ der Franzosen einatmen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem traveller No. 24-25 | 2018.
Autor: Barbara Thürschmidt

Wichtige Informationen

Volotea verbindet kleine und mittelgroße europäische Städte mit Direktflügen zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen. Seit der Gründung im April 2012 sind mehr als 15 Mio. Passagiere – davon 4,8 Mio. in 2017 – mit Volotea durch ganz Europa geflogen. 2018 bietet Volotea 293 Flugstrecken zu kleinen und mittelgroßen Städten in 13 Ländern: Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Griechenland, Kroatien, Tschechische Republik, Albanien, Portugal, Malta, Österreich, Irland und Luxemburg. Volotea verfügt über eine Flotte von 32 Flugzeugen, die sich aus den Typen Airbus A319 und Boeing 717 zusammensetzt. Die Strecke Wien – Nantes wird jeweils Montag und Freitag – Abflug in Wien um 13.25 Uhr, Ankunft in Nantes um 16.10 Uhr – bedient.
Der Rückflug von Nantes erfolgt um 10.40 Uhr mit Ankunft in Wien um 13.00 Uhr.
VOLOTEA wird in Österreich durch die AVIAREPS GmbH vertreten
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