Airbnb auf den Zahn gefühlt

Airbnb auf den Zahn gefühlt

Der 2008 im kalifornischen Silicon Valley gegründeter Community-Marktplatz für Buchungen bzw. Vermietungen von Ferienunterkünften jeglicher Art polarisiert auch in der europäischen bzw. österreichischen Tourismusbranche.

Bekennender Jahrgang 1963 – ergo kein digital nativ – sind mir doch immer wieder viele Pro’s und Contra’s zu Airbnb durch den Kopf marschiert – auch aufgrund diverser Berichte in Magazinen, Schlagabtausch in den sozialen Medien etc. Selber jedoch mit einer ganz großen Affinität zum lokalen Vertriebs Knowhow der Kollegen im Reisebüro ausgestattet – dies beruht auf meiner jahrelangen beruflichen Zusammenarbeit mit den österreichischen Reisebüros – habe ich bis vor kurzem die Finger im wahrsten Sinne des Wortes von Airbnb gelassen. Rather safe than sorry – and did not want to burn same.

Heuer im Februar entstand ganz spontan und ausgesprochen kurzfristig die Idee für ein paar Urlaubstage an, um zu einer 90er Birthday Party in meine alte Wahlheimat Südflorida zu reisen. Flugtechnisch ging das ruck zuck – ein ganz großes Dankeschön geht hier an das American Express Reisebüro – und somit stand nur mehr die Frage offen: Wie wird das mit der Unterbringung ausschauen? Es waren dann doch zehn Übernachtungen.

Auf Grund der Tatsache, dass mir die Gegend Boca Raton, Deerfield und Co – liegt zwischen Fort Lauderdale und West Palm Beach – aus früherer Zeit sehr gut bekannt ist, habe ich zwar ganz genau gewusst, wo und vor allem wie ich gerne untergebracht sein möchte, dennoch ein Hotelzimmer bzw. Motelzimmer kam für uns nicht in Frage. Somit war die vielfältige Katalogwelt der heimischen USA-Veranstalter – leider – kein Thema mehr.

Wer nicht wagt der nicht gewinnt

Und so landete ich also auf www.airbnb.at. Nach wirklich sehr einfachem Ausfüllen aller notwendigen Parameter hatte ich nach kürzester Zeit drei wirklich interessante als auch vernünftige Angebote zur Auswahl. Auch hier muss ich anmerken, dass mir stundenlanges Suchen und Surfen nicht nur zu anstrengend ist, sondern es steht für mich auch in keiner Relation zu einer Geldersparnis. Daher auch bekennende und aktive Reisebucherin im Reisebüro.

Simply blessed & easy wurde dann von mir die Unterbringung im DAYS BY THE SEA in Pompano Beach angefragt, rückbestätigt und mit Kreditkarte gebucht. Dies hat nicht länger als 24 Stunden gedauert. Kurz danach habe ich dann bereits vom Padrone Máté Dezamits eine Kontaktaufnahme via WhatsApp erhalten – get connected, be connected und vor allem stay connected für alle weiteren Anfragen und Informationen. Grundsätzlich eine äußerst schnelle und effiziente Arbeitsweise, die mir auch zusagt.
Dann war es soweit und die für mich ausgesprochene abenteuerliche Reise nach Florida konnte beginnen. Grundsätzlich hatte ich auch alle notwendigen Papiere in ausgedruckter Form dabei, aber ehrlich gesagt ganz geheuer war mir die Unternehmung nicht. Pünktlichst mit Austrian Airlines angekommen am Flughafen Miami International Airport, sind wir dann mit dem Taxi nach Pompano Beach gefahren. Die Taxireise war anstrengend, da wir mitten drin in der berühmten „Rush Hour“ waren – aber da muss man durch, denn die Flugzeiten sind nun einmal so. Nach ca. 90 Minuten waren wir angekommen und bereits an der Eingangstür wurden wir besonders freundlich von unserem Gastgeber in Empfang genommen – Gebirgssteine fielen mir vom Herzen …..

Just enjoy a chitchat @the pool.

Genauso wie auf www.airbnb.at beschrieben, fanden wir unsere wirklich sehr großzügig angelegte ebenerdige Ferienwohnung (passend für vier Personen) vor – top gepflegt, sauber, bestens ausgestattet und mit diesem für mich besonders lieb gewonnen „USA Retrocharme“ aus Serien wie z.B. Melrose Place. Besonders fein: Die vier Units haben einen Gemeinschaftspool und zwar genau vor der Haustüre – also Tür auf und rein in den Pool, der natürlich ein wunderbarer Kommunikationstreff für alle Gäste ist – just enjoy a chitchat @the pool. Nach einer kurzen Einführung in alle notwendigen Dinge wie z.B. WLAN, Kühlschrank, Türschloss mit Zahlencode, Zugang zum privat Beach, Handtücher etc., fühlten wir uns schon fast wie zu Hause. Gastfreundschaft mit Fingerspitzengefühl ganz großgeschrieben – auf dem Speisetisch fanden wir eine Flasche Wien mit Weingläsern inkl. Korkenzieher vor – Wasserflaschen waren natürlich auch eingekühlt.

Eine saubere und elegante Wohngegend – daher sehr ruhig – mit direkter Anbindung an die berühmte A1A mit den beeindruckenden Villen bzw. Mansions und auch Jachten der „Oberen Zehntausend“. In der Umgebung gibt es viele abwechslungsreiche Möglichkeiten zum Shopping jeglicher Art, zum Frühstücken, Lunchen oder auch Dining & Wining.

Beaching – der Zugang zum private Beach ist gemütlich in fünf bis sieben Minuten zu Fuß zu erreichen, auch mit Kind und Kegel – der Strand hält was er verspricht, obwohl Hurrican Irma letztes Jahr sein Unwesen dort getrieben hat. Strandsessel und Schirme müssen allerdings mitgebracht bzw. mitgetragen werden – stehen aber durch den Padrone Máté Dezamits ausreichend pro Wohneinheit zur Verfügung. Eine Parkmöglichkeit gibt es bei diesem Strandzugang nicht. Auch braucht man ein scharfes Auge um das „Ananas Gate“ nicht zu übersehen – vor lauter Tratschen ist mir das leider am ersten Tag passiert.

Komplettpaket von A-Z

Ganz wichtig meines Erachtens ist aber, dass das Komplettpaket, sprich die Reise von A bis Z passt und das ist mit der nonstop Anreise/Abreise mit Austrian Airlines wirklich gewährleistet. Minimum Connecting Time Rennereien in HUB’s brauche ich nicht und vermeide das tunlichst. Der wahre Luxus lag natürlich noch darin, dass ich als Miles & More Passagier in der Business Class von Austrian Airlines gereist bin: Ein TOP Produkt, und zwar für mich das BESTE innerhalb der Lufthansa Gruppe, denn gerade mir sind die Business Class Produkte von Lufthansa und SWISS bestens bekannt. Meine Reiseplanung für die kommende sibirische Kaltzeit 2018 läuft schon auf Hochtouren – Florida, immer wieder und wieder gerne mit myAustrian.

CONCLUSIO: Für mich (Jahrgang 1963) wäre es das Allerbeste bzw. das besondere Plus, wenn ich das Komplettangebot von A bis Z genau so auch in einem Reisebüro buchen könnte, denn eine Empfehlung von Profis, ein maßgeschneidertes Angebot inkl. Abarbeitung ohne Zusatzaufwand für mich als reisende Person wäre mein persönliches Reise-Wunsch-Konzert.

POST SCRIPTUM: Vor kurzem ist Airbnb mit „Airbnb Plus“ – erlesener Standard zu einem vernünftigen Preis -– an den Start gegangen. Dies hat sicher auch einen triftigen Grund: Die Generation der Baby Boomer – es hat sich bereits auch bei einigen touristischen Unternehmungen in Europa herumgesprochen, dass diese Zielgruppe sehr interessant – ertragstechnisch auf jeden Fall ist, oder?
www.smartinsights.com

Wichtige Information

www.austrian.com
www.visitflorida.com
www.visit-usa.at

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