Citytrip trifft Badeurlaub

Citytrip trifft Badeurlaub

Dem, leider noch immer winterlichen Wetter in Österreich ent iehen, war der Plan. Ans Rote Meer in Ägypten sollte es gehen. El Gouna, Soma Bay, Hurghada und Makadi Bay sind vielversprechende Orte, um das sonnenhungrige Gemüt zu befriedigen, doch sollte es dieses Mal nicht nur Badeurlaub sein, wo doch 5.000 Jahre alte Kultur, nur eine Flugstunde von Hurghada entfernt, wartet, um entdeckt zu werden.

Mit Egypt Air geht es in etwas mehr als drei Stunden von Wien nach Kairo, der Hauptstadt Ägyptens. Der Flughafen ist modern und sau- ber, die Sicherheitskontrollen umfassend und gründlich. Unser Hotel liegt im nahen Gizeh, dort wo die berühmten Pyramiden und der große Sphinx zu besichtigen sind. Von dem Weniger an Touristen in Kairo, von denen un- ser Guide spricht und uns deshalb besonders herzlich willkommen heißt, sehen wir im täg- lichen Verkehr nichts. Das wird uns bereits auf der Fahrt Richtung Hotel demonstriert. Die eigentlich vierspurige Straße wird gerne zu sechst oder siebt, dicht an dicht, nebenei- nander befahren. Unumgänglich ist dabei lautes, ständiges Gehupe. Die Verkehrsregeln, die es laut Reiseguide natürlich gibt, erschlie- ßen sich bis zum Ende unserer Reise aller- dings nicht. Für 20 Kilometer Autofahrt benö- tigt man mindestens eine Stunde Fahrzeit, abends kann es auch schon mal länger dau- ern. Diesen Fakt unbedingt bei der Hotelaus- wahl miteinkalkulieren! Vor der Revolution zählte Ägypten noch knapp 15 Mio. Besucher, 2016 waren es nur noch 4,5 Millionen. 2017 konnte man immerhin wieder acht Millionen Touristen verzeichnen, und die Tendenz steigt weiter an.

Kulturelle Schatztruhe

Ein diesiger Sandschleier hängt über der Stadt und die ersten Attribute, die einem vielleicht in den Sinn kommen sind laut, schmutzig und überfüllt. Das mag auf die Straßen und die Vororte Kairos schon zutref- fen, doch die weitläu ge Stadt mit ca. 16 Mio. Einwohnern und damit größte Stadt in Afrika und dreizehntgrößte der Welt, zeigt sich auch von ihrer schönen und vor allem interessanten Seite. Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den imposantesten Bauwerken der Menschheit. Seit 5.000 Jahren be ndet sich rund 15 Kilometer vom Kairoer Stadtzentrum das einzig noch erhaltene Weltwunder der Antike. Auf einem Kalksteinplateau liegen neben der wohl bekanntesten Pyramide, der Cheops Pyramide, noch zwei weitere große Pyramiden, Nebenpyramiden und Tempelanlagen. Ihnen zu Füssen thront nicht minder ein- drucksvoll der Sphinx mit einer Länge von 73 Meter und 20 Meter Höhe. (Exkurs: Der Sphinx hat den Körper eines Löwen und den Kopf eines Mannes, daher auch DER und nicht DIE Sphinx.) Im Ägyptischen Museum im Zentrum können die Schätze aus eben die- sen und vielen weiteren Gräbern der alten ägyp- tischen Könige besich- tigt werden. Das riesige Museum platzt mit sei- nen zehntausend Expo- naten der altägyptischen Hochkultur bereits aus allen Nähten und wird noch dieses Jahr von einem neuen, in der Nähe
der Cheops-Pyramide, abgelöst. Highlight sind die Totenmaske und die Grab- schätze des Tutanchamun, bevor wir viele weitere eindrucksvolle Ausstellungsstücke zum Pyramidenbau und über Land und Leute, Mumien und Papyri entdecken.

Die Stadt am Nil

Nach drei Stunden haben wir längst nicht al- les bestaunt, doch zieht es uns zum Nil. Mit seinen 7.000 Kilometern Länge ist er neben dem Amazonas der längste Fluss der Erde. Wir bummeln an der Corniche zwischen mo- dernen 5* Luxushotels, vorbei an den an- kernden Nilschiffen und betrachten die Sky- line am gegenüberliegenden Ufer. Im, mit Sonnensegeln überdachten Adults Only Re- staurant Sequoia direkt am Wasser, rauchen wir Shisha und lassen uns mit orientalischen Köstlichkeiten wie Hummus, Babaganoush,
gegrilltem Seafood und süßen Desserts ver- wöhnen. Tradition trifft hier Moderne, Kultur trifft Lifestyle.

Luxus-Badeurlaub in der Soma Bay

Nach zweieinhalb Tagen Kultur & Sight- seeing sind wir reif für Badefreuden. Keine Stunde Flugzeit später landet Egypt Air und damit auch wir in Hurghada. Das 5* Kem- pinski Hotel Soma Bay in gleichnamiger Bucht, ca. 40 Autominuten vom Flughafen entfernt, ist eine weitläu ge und eindrucks- volle Anlage. Obwohl das Hotel in den Oster- ferien zu 90 % ausgelastet ist, sind sowohl am Strand als auch am Pool immer Liegen frei. In den drei Restaurants und den Bars verteilen sich die Gäste morgens wie abends
gut. Der Morgen startet hier mit einem Run auf der Promenade – so kann man auch alle Hotels, die in der Bucht liegen – abklap- pern. Vom Sheraton, ROBINSON Club Soma Bay bis zum The Breakers, wo Kiter und Taucher residieren. Dort geht das sportliche Programm gleich weiter, denn auch Nicht- Hotelgäste können für einen kleinen Unkostenbeitrag am Rooftop mit Meerblick Yoga praktizieren. Die Tage verbringen wir dann im Luxusresort gemütlich am Pool und Meer. Die Sonnenspeicher wollen schließ- lich gefüllt werden. Zum Sundowner trifft man sich abends am Strand. Bei noch im- mer warmen 26 Grad genießen wir in gemüt- lichen Sitzsäcken den Strawberry Mojito samt Sonnenuntergang.

Dieser Artikel ist ein Auszug des traveller No. 14 | 2018.
Autor: Silvia Tichler

Wichtige Informationen

FTI hat sich in Ägypten (Hurghada) mit zwei wöchentlichen Flügen ab Wien und je einer wö- chentlichen Verbindung ab Graz und Linz sowie einem zusätzlichen Ferien ieger von Salzburg (ab Juli) gut aufgestellt. Marsa Alam wird ein- mal wöchentlich ab Wien ange ogen. Individu- elle Flugkombinationen können über den FTI Ticketshop gebucht werden. Präsentiert wird das umfangreiche Produkt inklusive Kairo und Nilkreuzfahrten in einem 280 Seiten starken Katalog. Das Portfolio in El Gouna, bestehend aus 17 Hotels, Sport- und Actionpaketen sowie Wellnessangeboten wird zusätzlich auf 90 Sei- ten übersichtlich aufbereitet. Besonderer Fo- kus liegt im Ägypten-Programm außerdem auf den Bedürfnissen von Sportlern und den damit zubuchbaren Paketen rund um Tauchen, Kiten und Golfen.

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