KENIA TEIL 2

KENIA TEIL 2

Nach den ersten Tagen in Mombasa, tauchten wir nun in ein ganz neues Abenteuer ein. Mit den Bussen von Southern Cross Safaris setzten wir die Reise in Richtung Westen zum Tsavo East National Park fort.

Straßen wie auch Verkehr stellen in Kenia ein Abenteuer für sich dar. Ich möchte jetzt natürlich niemandem, der besonders abenteuerlustig ist, etwas ausreden, aber der eigene Fahrer ist im chaotischen Verkehr, und wie sich später herausgestellte, auch in der Wildnis, sehr wertvoll. 
Mit dem Kleinbus sind es von Mombasa zum Nationalpark rund fünf Stunden, wobei Zeitangaben in Afrika ein Blick in die Glaskugel sind, denn irgendetwas passiert immer. Mit irgendwas meine ich jetzt keinen unerwarteten Urlaubsverkehr, sondern umgekippte LKWs, Tierherden, die es sich auf der Straße bequem machen und ein Weiterkommen verhindern, oder ein geplatzter Reifen (wir hatten vier an der Zahl). 
Auf so einer Fahrt fühlt man sich wieder wie ein kleines Kind, das die Welt neu entdeckt. Am besten dabei die richtige Musik in die Ohren stöpseln und alles auf sich wirken lassen. 
Die passende Musik kann in Afrika eigentlich nur Enya sein!!! Für die, die es etwas dramatischer mögen, ist der Soundtrack von Tränen der Sonne by Hans Zimmer zu empfehlen. Spätestens ab da hat einen das Afrika Virus gepackt und die Sorgen von Zuhause sind verschwunden. Das Reisen fühlt sich so intensiv an, wie nie zuvor. 

Lektion 4: Auch wenn der eine oder andere Minibus bereits über den Luxus von WLAN verfügt, sollte man jede gute Gelegenheit nutzen, um sich unterwegs zu erleichtern. Wenn man im Stau steckt, gibt es durchaus Schöneres als ein kenianisches Tankstellenklo. 😉

Tsavo National Park – Natur Pur

Dach auf und genießen! Es sind keine zwei Minuten Fahrt vergangen, als Tim, unser Fahrer – wir haben ihn bereits liebevoll Mr. President genannt – die ersten Elefanten in der Ferne entdeckte. Meine ungeschulten Augen, die nur kleine Buchstaben auf Bildschirmen gewohnt sind, konnten die Elefanten erst gar nicht ausmachen. Sofort klammerte ich mich an mein Kameraequipment und fotografierte und filmte, was das Zeug hielt … Zu dem Zeitpunkt natürlich nicht wissend, dass das nur der Anfang war. Wir konnten uns in dem Moment noch gar nicht ausmalen, was die Wildnis alles für uns parat hielt. 
Ständig lauerte ich am geöffneten Dach und versuchte in der Ferne etwas zu entdecken. Immer wenn ich dachte, ich sähe jetzt etwas, hat Tim schon zu erklären begonnen, worum es sich handelt, und das, obwohl er auch mit Lenken und Co. beschäftigt war. In regelmäßigen Abständen von 100 bis 200 Metern sind wir stehen geblieben, weil er ein Zebra, einen Elefanten, eine Antilope oder sonst was gesehen hat. Ich ärgerte mich schon fast, dass ich noch kein Tier selbst entdeckt habe. Nicht mal die, die direkt vor unserer Nase standen – aber zu meiner Verteidigung, gut getarnt waren. 
Es stellte sich mittlerweile auch heraus, dass unser Fahrer Tim nicht nur mit dem afrikanischen Verkehr bestens zurecht kam, sondern auch ein Experte war, was das Wildlife angeht; und so konnte er uns zu jedem Tier eine spannende Geschichte zu den Tarneigenschaften, den Fressgewohnheiten und zum Paarungsverhalten erzählen. 

Lektion 5: Mach die Safari mit jemandem, der sich auskennt. Du sparst Dir auf der einen Seite viel Ärger und Stress im Verkehr, und auf der anderen Seite wirst Du deutlich mehr Tiere in dein Tagebuch eintragen können. 
Alleine würdest du wahrscheinlich dran vorbeifahren.

Ich wurde das breite Grinsen gar nicht mehr los, so viele Tiere haben wir auf den ersten Kilometern im Nationalpark bereits aus nächster Nähe erleben dürfen. 
Gespenstisch wurde es dann, als Tim sogar Eulen im Baum erkannte, bei denen wir uns mit den Feldstechern schon mehr als schwer taten, sie trotz seiner exakten Lagebeschreibung auszumachen. 
Einfach nur geil.
Nach vielen Stunden im Auto und der ersten Safari werden wir im Satao Camp mitten im Nationalpark und fernab der Zivilisation willkommen geheißen. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie geil es sich anfühlt, wenn du mit Eindrücken überladen im Camp ankommst und ein Empfangskomitee mit frischen Passionsfruchtsäften und warmen feuchten Handtüchern auf Dich wartet.
Man leitet mich zu meinem Zelt und ich traue meinen Augen nicht: Das hat doch mit einem Zelt nichts mehr zu tun! Ein weiches Bett und viel Luxus, den ich mir hier in der Wildnis nie und nimmer erwartet hätte. (Highlight beim Aufwachen: im Badezimmer gibt es ein Panoramafenster, durch das man vom Thron aus die Antilopen wenige Meter entfernt beobachten kann. So stelle ich mir Frühstücksfernsehen vor…)
Ich drehe mich im Zelt um und blicke durch das Moskitonetz: Wir wohnen doch nicht ernsthaft nur 100 Meter von einem Wasserloch entfernt, an dem gerade gefühlte 50 Elefanten stehen?!

Oh doch, tun wir – Mike, der Campbesitzer, hat nämlich bereits vor vielen Jahren ein künstliches Wasserloch direkt vor dem Camp angelegt, an dem sich einige Herden ganz offensichtlich sehr wohl fühlen. 20 Meter vor meinem Zelt gab es einen Hochstand, an dem man auch nachts die wilden Tiere direkt unter dem Glanz der Milchstraße, die ich noch nie so leuchten sah wie hier, beobachten konnte. 
Überhaupt hat das Satao Camp so viele Abenteuer zu bieten, dass man mit deren Programm allein Wochen füllen konnte. Wir hatten nur zwei Nächte und so lautete die Devise, sich ranzuhalten und zu genießen. Und wie könnte man das besser, als mit einem Sundowner mitten in der Steppe am Lagerfeuer, begleitet von Samosa – traditionellen Teigtaschen, kleinen Snacks, Cocktails und Champagner. Stichwort Cocktails: hier entstand die einseitige Freundschaft mit dem kenianischen Cocktail Dawa – 4 cl Wodka, Honig, Limetten und Crushed Ice. Der beste Begleiter, den man sich in so einer Situation wünschen kann! 😉
Wer Unterhaltung braucht, setzt sich am Abend am besten an den Tisch des Besitzers des Satao Camps, der einst erfolgreicher Rallyefahrer war und mit Gerhard Berger und Niki Lauda unter anderem auch geschäftlich zu tun hatte.

Am zweiten Tag im Satao Camp warfen wir unser Programm über den Haufen, um der Einladung von Mike zum Mittagessen am Fluss zu folgen. Nachdem wir schon auf der Hinfahrt die ersten Löwen sahen, war der Tag kaum mehr zu überbieten. 
Jausenbrot beim Frühstück einpacken muss man übrigens nicht, denn am Flussufer hat uns bereits eine Entourage an Campmitarbeitern samt Buffet und Erfrischungen aller Art erwartet.
Aussicht auf die badenden Hippos, die gefährlichsten Tiere Afrikas, wie uns Tim erzählte, inklusive. Hippos sind zwar keine Fleischfresser, aber höchst aggressiv, sobald man in ihren Lebensraum eindringt. Da müssen auch die eigenen Artgenossen bei Kämpfen öfters dran glauben.
Die Nächte sind im Satao Camp ein pures Vergnügen. Nachdem das Zelt eben über keine Türen, sondern nur über ein dichtes Netz verfügt, hat man vom Bett aus freie Sicht auf das Wasserloch und kann beobachten, wie sich die Tiere im Schutz der Dunkelheit ins Camp vorwagen. Auch das Löwengebrüll nur wenige Meter neben meinem Zelt habe ich mir, wie man mir am nächsten Morgen bestätigte, nicht eingebildet. Keine Sorge: Gefahr besteht keine, denn im Camp sind ausgebildete Ranger, die zum Zelt kommen, wenn man in der Nacht irgendetwas brauchen sollte.

Alle Links zum zweiten Part von Kenia

Satao Camp: www.sataocamp.com
Tsavo East National Park: www.tsavopark.com

Ethiopian Airlines, die größte und eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften Afrikas, begann ihren ersten Liniendienst 1946 von Addis Abeba nach Kairo. Heute bedient die Airline über 100 Destinationen rund um den Globus. Äthiopiens nationale Fluggesellschaft hat eine der modernsten Flotten Afrikas und ist Mitglied der Star Alliance. Ethiopian Airlines ist die erste afrikanische Fluggesellschaft, die Maschinen vom Typ Boeing 787 Dreamliner und des Airbus A350 einsetzt. Ab Frankfurt fliegen Ethiopian Airlines täglich & ab Wien 4x wöchentlich nonstop über Nacht nach Addis Abeba und von dort weiter zu über 60 Zielen auf dem afrikanischen Kontinent.
Passagiere von Ethiopian Airlines freuen sich über eine großzügige Freigepäcksmenge von zweimal 23kg Freigepäck in der Economy Class sowie über ein weltweites Netzwerk innerhalb der Star Alliance. Zu den neuersten Zielen ab Addis Abeba zählen Victoria Falls in Simbabwe, Antananarivo in Madagaskar sowie die Komoren.

Weitere Auskünfte bei:
Aviareps Ges.m.b.H,
Ethiopian Airlines
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1020 Wien
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Telefon: +43 (0)1 585 36 30 30

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