Irland

Irland

„Von jeher fasziniert die Grüne Insel mit ihren fantastischen Märchen über Feen, Kobolde und zauberhafte Wesen. Wenn man sich die mythischen Landschaften erst einmal ansieht, weiß man auch, warum diese entstanden sind, denn jedes Feld in Irland erzählt eine Geschichte, über jeden Berg gibt es eine Legende und jeder Fluss ist gesäumt von Sagen“. Was Frank Delaney, irischer Autor und Journalist, so schön beschreibt, kann ich nur bestätigen. Der Mix aus saftig grünen Wiesen, zerklüfteten Berglandschaften und tiefen dunklen Seen weckt bereits beim Anflug auf Irland die Fantasie. Hinzu kommen die ikonischen Backsteinbauten aus rotem oder weißen Kalkstein, die in den kleinen pittoresken Städtchen dicht aneinandergedrängt mit kleinen Fensteraugen das bunte Treiben auf den Straßen beobachten. Ja, Irland ist ein einziges großes magisches Buch!

Einzigartige (kulinarische) Erlebnisse

Ganz im Süden Irlands befindet sich die größte Grafschaft Irlands, Cork oder Corcaigh, wie die Iren sagen, mit gleichnamiger Hauptstadt und erster Stopp unserer Reise. Nach einer Übernachtung im Hotel Isaacs Cork heißt es: Städtchen erkunden, und der English Market darf dabei natürlich nicht fehlen. Regionale Lebensmittel, frischer Fisch und Fleisch, aber auch exotische Produkte werden in der riesigen Halle feilgeboten. Besonders am Morgen sprüht der Markt voller Leben, das bunte Gewusel erschwert zwar ein wenig das Durchkommen durch die schmalen Gänge, man begegnet hier aber dem echten Irland. Wer’s weniger bewegt man, dem empfiehlt sich ein Besuch des Marktes am Nachmittag. Ja und abends entspannt sich dann die „Szenerie“ in einem der zahlreichen Pubs oder Bars. Schon einmal einen Cocktail mit dem außergewöhnlichen Namen „My brother knows Karl Marx“ getrunken? Na dann wird‘s höchste Zeit, der Cocktailbar Cask gleich gegenüber vom Isaacs Cork Hotel einen Besuch abzustatten. Die Bar wechselt nicht nur alle zwölf Wochen komplett die Karte, sondern verwendet für ihre Drinks und Speisen nur saisonale und einheimische Produkte.
Ein kulinarisches Erlebnis anderer Art bietet das Butter Museum in Cork. Und das ist wirklich spannend, denn das Museum erzählt nicht nur die bis ins Steinzeitalter reichende Geschichte der Butterproduktion, sondern auch den ungewöhnlichen Aufstieg der Bauernstadt Cork zu einer Butter-Exportmetropole im 19. Jahrhundert mit mehreren zehntausend Einwohnern. Zudem kann konservierte, tausend Jahre alte „bog butter“ (Moorbutter) im Ausstellungsraum bewundert werden. Kosten durften wir leider nicht …
Apropos Butter! Das Beste von Milch, Butter und Käse gibt es übrigens auch im County Cork. Durch die klimatischen Verhältnisse wächst hier das Gras besonders gut, saftige grüne Wiesen prägen die innere Landschaft, während die zerklüfteten Küsten einen malerischen Kontrast zeichnen. Das echte irische Farmleben kann man am besten mit den West Cork Farm Tours erleben – Kühe beobachten und über Wiesen stapfen inklusive. Bei der anschließenden Verkostung von Scones und heimischen Erzeugnissen lässt sich‘s herrlich ins Gespräch kommen. Zuhören ist hier definitiv ein Muss, denn die meisten Iren sind – ganz der Tradition der Nordländer folgend – geborene Geschichtenerzähler.
Im County Cork bleibend, geht es mit dem Bus weiter zur Jameson Distillery in Midleton. Eine geführte Tour lotst uns durch die jahrhundertealte Brennerei. Die Verkostung zum Abschluss entlässt unsere Gruppe ein wenig beduselt und mit gutgelaunten Gesichtern ins angrenzende Restaurant. Was auf der Karte steht? Klar, Cocktails mit hauseigenem Jameson Whiskey. Na dann Prost …

Von Rebellen und Schiffen

Das „Irische Alcatraz“ kann auf Spike Island in der Bucht vor Cobh besichtigt werden. Die Festung, die einst als Kloster diente, wurde in der Glorious Revolution wegen seiner strategisch günstigen Lage später zum Fort, als Militärbasis und im irischen Unabhängigkeitskrieg zum Gefängnis umfunktioniert. Die Ruinen der einstigen Militärgebäude sind heute ein Museum und tragen noch immer den Geist des rebellischen Landes in sich.
Cobh selbst hat ebenfalls eine Geschichte zu erzählen, nämlich die eines unsinkbaren Schiffes. Die letzte Haltestelle der Titanic, bevor sie in die Neue Welt aufbrach, befand sich nämlich in Cobh. Der ehemalige Pier, der die Passagiere auf das Schiff brachte, ist heute noch erhalten und soll in den nächsten Jahren renoviert werden. Im Tickethaus können Besucher die Titanic Experience als Passagier nachverfolgen.

Der Natur auf der Spur

Wie bereits berichtet, erzählt niemand Geschichten so gut, wie Irlands Landschaft selbst. Gerade bei einer Kajaktour in der Bantry Bay, in Glengarriff, fühlt man sich mit den Elementen eng verbunden und kann diesen Geschichten ein wenig lauschen. Das Plätschern des Wassers, das Flüstern des Windes und der seltene Anblick zweier Adler, die über der Bucht kreisen machen einfach nur sprachlos. Kleine Otter, die auf den in der Bucht verstreuten Felsen die letzten Sonnenstrahlen genießen, beobachten gespannt unser Treiben. Unser Kajakführer macht uns mit der Umgebung vertraut, erklärt welche Seepflanzen essbar sind und lässt uns sogar ein paar Muscheln und Algen sammeln, die am Abend vom Küchenchef Eddie Attwell im Eccles Hotel auf kreative Art für uns zubereitet werden – frischer und exklusiver geht´s nicht!
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Garinish Island. Die Insel wurde 1923 erstmals für die Öf-entlichkeit zugänglich gemacht und ist ein einziger riesiger botanischer Garten. Bereits zu Zeiten Napoleons fing man an, die einst karge Insel zu bepflanzen. Durch die besondere Lage in der geschützten Bantry Bay überleben hier auch teils exotische Pflanzen, die die Insel zu einem kleinen Paradies machen.

Die wilden Straßen Irlands

Sollte man sich für eine Busrundreise durch Irland entscheiden, ist ein guter Magen von Vorteil. Gerade Straßen sucht man hier vergebens, in zahlreichen Kurven schlingen sich die Asphaltstrecken rauf und runter über die teils steilen Hügel und Berge. Doch man wird für die „Strapazen“ belohnt. Steht man einmal am Gipfel und das atemberaubende Panorama breitet sich vor einem aus, ist auch der flaue Magen schnell vergessen. Bevor es wieder nach Hause geht, ist ein Stopp in Dublin für eine Pub-Tour noch Pflicht. Denn nach einem Gläschen Wein oder Bier, einem guten Gespräch und vielleicht dem einen oder anderen irischen Volkslied, fällt die Heimreise dann doch sehr schwer. Irland, ich komme auf jeden Fall wieder, schließlich muss ich mir noch die eine oder andere Geschichte von Dir erzählen lassen. #nv

Tipp

Diese Busrundreise durch den Süden Irlands ist neben vielen weiteren Irland-Angeboten bei PRIMA REISEN im Katalog „PRIMA REISEN Reisekollektion 2019“ buchbar. Mit Aer Lingus geht es von Wien direkt nach Dublin. www.primareisen.com/
www.airlingus.com/
www.ireland.com/ www.titanicexperiencecobh.ie/
www.spikeislandcork.ie/visit/
www.jamesonwhiskey.com/ie/visit-us/jameson-distillery-midleton/
www.westcorkfarmtours.com/
www.garinishisland.ie/
www.outdoorsireland.com/

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